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Die Schiebersteuerungen : mit besonderer Berücksichtigung der Locomotiven-Steuerungen / von Dr. Gustav Zeuner
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II. Abtlicilmig. Erster Abschnitt.

Schiebers S ausbreiten kann und daher der Expansionsschieber fürbeide Dampfkanäle 0 [ und o 2 im Dainpfcylinder abwechselnd denDampfabschluss und die Wiedereröffnung des Durchlasskanales irnrechten Momente bewerkstelligen muss. Die Betrachtungen auf S.185 unter Zugrundelegung des Holzstiches Fig. 45 und 45 a ergabendann die Regel, dass der Dampfdurchlasskanal vom Expansions-schieber, nachdem der Kanal bei der Kurbelposition 5 geschlossenworden war, sich zwischen den Positionen I und 4 wieder öff-nen müsse; die Kurbelposition 6 muss hinter Pos. I und vorPos. 4 liegen, damit schon vor Beginn des neuen Hubes frischerDampf nach -der andern Seite des Dampfkolbens ströme. Darin wareben die grosse Beschränkung in der Variation im Expansionsver-hältnisse bei der Go nz e n ba ch’sehen Steuerung begründet.

Viel günstiger liegt die Sache bei der Steuerung von Georges.Vergegenwärtigt man 'sich die Vorgänge an der Hand von Fig. 20Taf. IV und fasst man nur die linke Hälfte der Figur ins Auge, soist leicht das Folgende einzusehen.

Geht der Dampfkolben von links nach rechts, so ist der Ver-theilungsschieber nach rechts ausgeschoben und erhält den Eintritls-kanal o { im Cylinder geöffnet; im ersten Theile des Hubes ist vomExpansionsschieber S 0 auch der Durchlasskanal a 0 geöffnet; beieiner gewissen Kolben- und Kurbelposition (Pos. 5) schliesst derExpansionsschieber und es beginnt die Expansion; daun schliesstspäter auch der Vertheilungsschieber 8 (Pos. I).

Bezüglich der Wiedereröffnung des Durchlasskanales a 0 vonSeiten des Expansionsschiebers ersieht man nun aber, dass solchenicht eher stattzufinden braucht, als bis der Kolben auf demRückwege wieder nahe zum linken Hubende zurückgekehrt ist,also die Kurbel nahezu den ganzen zweiten Halbkreis zurückge-gelegt hat.

Man erhält also (Holzstich Fig. 45 1 S. 184; bezüglich der Kur-belposition 6 einen unvergleichlich grossem Spielraum, wie beiGonzenbach. Während bei diesem die Bedingung vorliegt, diePos. 6 zwischen Pos. 1 und Pos. 4 hineinfallen zu lassen, tritt beiGeorges nur die Bedingung auf, dass Pos..6 hinter Pos. 1 falle;Pos. 4 für den Hingang kommt nicht in Betracht, sondern Pos. 4'(Verlängerung von Pos. 4 Uber 0 hinauf; für den Rückgang. Wäh-rend bei G o n z e n b a c h der Expansionsschieber den Durchlasskanalct 0 Flolzst. Fig. 46 a ) auf dem Kurbelwege von 5 bis 6 geschlossen