N. Zeitraum; z. Capitel.
So«
zwanzig Graden und fünf und dreyßig Minuten;welches Resultat der Wahrheit näher kommt, als allevorhergehende der alten Astronomen. Er ließ in derEbene Singiar die Messung eines ^Grades der Erdeanstellen. Unglücklicherweise ist das Verhältniß un-serer Toise und des dort gebrauchten arabischen Ma-ßes nur auf eine sehr unbestimmte und ungewisse Artbekannt; und man weiß also nicht, wie weit jenerdamals gefundene Werth mit dem neuerlich gefunde-nen übereinstimmt. Um endlich das Studium un!>die Fortschritte der Astronomie immer mehr und mehrzu erleichtern, ließ Almamun von den größten Ge-kehrten in dieser Wissenschaft ein Werk ausarbeiten,welches überschrieben ist r ^ltronorrüa elaborataL comgriuribug O. O. julln lVIairuon, und
poch im Manuskript in mehreren Bibliotheken vor-handen ist. Die Stadt Bagdad, welche beynahein derselben Gegend mit dem alten Babylon belegenist, ward durch ihn verschönert und erweitert, undwurde der gewöhnliche Sitz der Khalifen. In die-ser Stadt waren Unterrichtsanstalten für alle Wis-senschaften, und besonders für die Astronomie» Al-mamun nahm den Ruhm mit in sein Grab, derleutseligste, weiseste und gelehrteste Fürst gewesen zuseyn, der noch den Thron der Khalifen eingenommen.
In dem Jahrhundert des Almamun lebten meh-rere berühmte Astronomen, unter denen man inson-derheit Alfraganus, Thebit Ven Corrah und Al*batenius bemerkt.
Alfraganus (I. 852) schrieb Elemente derAstronomie; ein Werk, das ehemals, selbst im Oe-