Band 
Erster Theil.
Seite
306
JPEG-Download
 

H. Zeitraum, z. Capitel.

zoü

kann; denn Ptolemäus, dessen Lehren die Araberim Allgemeinen folgten, hatte die Elemente diesesProblems ein wenig in Verwirrung gebrawt. DieseBemerkung erhält noch mehr Wahrscheinlichkeit,wenn man überlegt, daß Thebit keine sehr richtigeVorstellung von der Lage der Gestirne in Beziehungauf das feste Himmelsgewölbe hatte. Er glaubte,mit Hl'pparch und Ptolemäus, daß sie eine kleineBewegung von Westen nach Osten hätten; aberer fügte hinzu, und seine Meynung fand Glauben,daß sie nach Ablauf einer gewissen Zeit denselbenWeg zurückbeschrieden, darauf wieder ihre erstereRichtung annähmen, um von neuem rückwärts zugehen, und so immer wechselsweise. Hieraus gingeine Art von Trepidatron hervor, deren partielle Bewe-gungen desto mehr Ungleichheiten unterworfen waren.Dies System ist durch die Beobachtungen vernich-tet. Thebit nahm eine ähnliche Trepidakion in derSchiefe der Ekliptik an.

Albateniuö *) (I. 879 ) gehört zu denjenigenAstronomen, welche ihre Wissenschaft am weitestengebracht haben. Seine zahlreichen Beobachtungenund die wichtigen Kenntnisse, welche er auö jenengezogen hat, haben ihm den Beynamen des ara-bischen Ptolemäus verschafft: eine Vergleichung, die,von Seiten des Genies betrachtet, für den griechi-schen Ptolemäus vielleicht ehrenvoll seyn dürfte.Albatenius war Statthalter der Khalifen Sy-

*) Sei» eigentlicher Name: Mohammed Ben DscheberBaten« (aus Baren in Mesopotamien).