II. Zeitraum. 4. Capitel- Math. Miss. b. d. Persern, zrz
Eddin, hatte mehrere sehr sinnreiche Beweise des sie»den und vierzigsten Salzes des ersten Buchs der Eu-klidischen Elemente gegeben, welche Clavius mitgetheilthat. *) Sie beruhen auf einer einfachen Versetzungder Theile, aus denen Nasser - Eddin sowohl dasQuadrat der Hyporenuse als die Quadrate der beydenqndern Seiten des rechtwinklichten Dreyecks zusam-mensetzt. Er verfertigte eine sehr sorgfältige Ueber-setzung derKegelschnitte des Apollonius, und begleitetesie mit einem Commenkar, dessen sich Halley bey sei-ner Uebersetzung des fünften, sechsten und siebentenBuches dieses wichtigen Werks mit vielem Nutzen be-dient hat. **)
Man findet in derselben Zeit einen andern sehrberühmten persischen Geometer, Maimon - Ra-,schid. Er hatte über den Euklid commentirt. SeinEnthusiasmus für die Geometrie war so groß, daßer beständig gewisse keblingsfigurcn auf den Aermelnseiner Kleidung trug.
Alle diese alten persischen Geometer hatten mitvieler Sorgfalt die Schriften der Griechen gesammelt,und deren Wissenschaft sich vollkommen zu eigen ge-macht. Man behauptet, daß noch heutzutagemehrere griechische Werke, die »dir nicht besitzen, inPersien aufbewahrt werden.
') M- s. Kästners G. d. Math. B- l- S- 3S9. Im Claviu«linde ich «ich!«. Ueber Naffir-Eddin« Versuch, den Satz vonden Parallelen zu beweisen, sehe man Käfinern ebend. S. 374- ff.
**) Die von Halley gebrauchte Uebersetzung de« Apolloniu«war von Thcbit-Ten-Corrah, und von Naffir«Eddin revidin.