Mathem. Miss. b. d. abends. Christen. 35)
Reihe von mannigfaltigen Erscheinungen darbieten,sind ein kostbarer Schatz für die Astronomen. Un-glücklicherweise hatten die astronomischen Instrumentedamals noch nicht alle die Vollkommenheit, welcheste in der Folge erreicht haben. Ueberdies mußteman damals auch noch der Fernrohre entbehren.Walkher war auf seine astronomischen Kenntnisse sehreifersüchtig; er theilte sie niemanden mit; und manhat ihn sogar beschuldigt, daß er den Gebrauch der Ma-nuskripte des Regiomontanus,die ihm zur Verwahrungübergeben waren, ausschließlich sich vorbehaltenhabe. *)
Man findet im vierzehnten Jahrhundert nochMehrere gelehrte Mathematiker. In Frankreichcultivirte Jacob Lefevre mit Erfolg die mathema-tischen Wissenschaften, und nützte ihnen durch Ueber-setzungen und andre Werke. In Italien verfer-tigte Johannes Bianchini, aus Bologna, astro-uomische Tafeln, die zu ihrer Zeit geschätzt waren.Jacob Angelo, ein Florentiner, übersetzte die Geo-graphie des Ptolemäus. Dominic Maria Novera,aus Bologna, weihte den Copernicus in die Astro-twmie ein. In Deutschland gab Johann Engel,
*) Nach Doppetmayer (Nachrichten v. Nürnberg. Mathe»waticjg) war dem damaligen Publico yrir Walthers Bereitwil»t'gkeit, Regiomontans Werke herauszugeben, wenig gedient, des»wegen er sie weder öffentlich bekannt machte, noch sonst mit»theilte. Walther bemerkte auch, daß die Refraktion bey Ster»"en nahe am Horizont beträchtlich sey. Seine Beobachtungengab I. Schoner heraus mit Venen von Regiomoman in d. an»Lef. Sammlung.
I.
23