Geschichte der Optik.
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den Körper ausgesandten Strahlen fallen zuerst aufdie Hornhaut, durchdringen deren wästerichteFeuchtig-keit, wo sie eine Brechung erleiden, wodurch sie zu con-vergircn anfangen; von hier gehen sie durch die Oeff.nung des Augensterns- und durchschneiden die crystal^-linische Feuchtigkeit, deren linsenförmige Gestalt ihreCvnvergenz noch vermehret; von der krystallinischenFeuchtigkeit gehen sie in die gläserne Feuchtigkeit über,wo eine neue Brechung und Cvnvergenz erfolgt.Endlich, Nach allen diesen Brechungen, vereinigensie sich in einerley Punct der Netzhaut, wo sie auf denoptischen Nerven stoßen, und dadurch die EmpfindungLeS Sehens bewirken^ Kepler enthüllte und erklär, eden Weg der Strahlen. Eine Schwierigkeit hierbei)hielt ihn lange anst Diese war, daß die Gegenstände,die sich im Hintergründe des Auges in umgekehrterZage abbilden, doch i» ihrer natürlichen, ausrechtengesehen werden. Er gab hiervon ganz wahrscheinlicheGründe an. Die natürlichste Erklärung, welche mauhiervon geben kann, ist diese, daß der Eindruck, wel-cher durch den von einem Puncte des Gegenstandesausgesendeten Strahl hervorgebracht wird, in einergerade entgegengesetzten Richtung empfunden werden,und daß man folglich die obern Theile oben, und dieunter» Theile unten sehen muß. Es verhalt sich mitdem Strahle, wie mit einem Stäbe, .welcher, wenner seiner Länge nach fortgetrieben wird, in entgegen»gesetzter Richtung zurückprallt. *)
*) Don Keplerk Erklärung, die er p-ralix. x. 206. sg. vor,trägt, scheint mir der Sinn folgender zu seyn. Das Sehen
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