Geschichte der Analysis des Unendlichen. ror
diese Zeit habe Newton ihm zwar angezeigt, ohneeine weitere Erläuterung, daß er durch eine allgemei-ne Methode, die nicht durch Jrrationalgrößen aufge-halten würde, Tangenten zu ziehen wüßte, er habeaber nicht urtheilen können, ob diese Methode dieDifferentialrechnung wäre, weil Huygens, der da-mals diese Rechnung nicht kannte, ebenfalls versi-cherte, daß auch er eine solche, die eben dieselbenVortheile hatte, besäße; das erste Werk der Englän-der, worin die Differentialrechnung auf eine ausdrück-liche Weise erklärt worden sey, wäre die Vorrede dererst rüyz herausgegebenen Algebra von Wallis; überalle diese Dinge bezöge er sich gänzlich auf NewtonsZeugniß und Aufrichtigkeit u. s. w. Fatio's Behaup-tung, die durchaus ohne alle Beweise war, wardmehrere Jahre hindurch vergessen.
Im Jahre 170z*) erneuerte Keill, vielleicht
*) rkilt>,opli. 170g. x. Igz in s. Abhandlung
äs lexidiis viriuin centrixsrgrsni. Die Veranlassung zu die-sem erneuerten Angriffe war besonders eine Recension in den^cr. Lruä. (170Z x. Zo) von Newton« Tractat von den Qua-draturen krummer Linien, der 5.704 bey seiner Optik erschienenwar. In dieser Recension ward x. ZZ gesagt: äifferen-
tii» I.oil>niti»ui» O. ^lsvvlonu» Lllbibsr »einxsrgus »äbibuitüuxions» — — iisgus turn in suis krincixii» I-lstniae !Vla-tbernalicis, turn in »Ii!s xostea säitii. elsAanler osr usns,guomarlinoäurn st Hsnoratns ksbrin» in »na L^noxsi 6so-insnica inotunm xrogiessu» Oavsllerianas lVletbaiio snbsli-
»nir. Die Engländer nahmen diese Stelle so, daß Newton seineMethode von Leibnitz sollte entlehnt haben, wie Fabri die seini-ge von Cavalleri. Auch nachher, in den zwischen Leibnitz undNewton selbst gewechselten Briefen, wollte Newton aus dieser