Band 
Zweyter Theil.
Seite
326
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ziS IV. Zeitraum, rz. Capitel, r. Abschnitt.

müsse. Der Einwurf war wahr. CopernicuS undGalilei konnten nur durch Muthmaßungen antwor-ten, die keine vollkommne Zustimmung erhielten.Die folgenden Astronomen, von der Existenz derParallaxe der Erdbahn überzeugt, wandten alleMittel an, um ihre Größe ausfindig zu machen.Einige glaubten ste festgesetzt zu haben, und wag-ten die Behauptung, daß ste 4 bis 5 Secundenbetrüge. Die übrigen und zwar bey weitem diemeisten, welche sich auf die genauesten Beobachtun-gen beriefen, fanden sie durchaus unmerklich. Dieseletztere Meynung behielt endlich die Oberhand.Aber sie vernichtete keineswcgeS das System deSCopernicuS: man folgerte bloß, daß die Entfernungder Erde von den Fixsternen so ausnehmend großsen, baß man sie im Verhältniß zu dem Durch-messer der Erdbahn als unendlich betrachten müsse.Indessen waren gewisse merkliche Bewegungen, dieman an den Fixsternen beobachtete, und die größ-tentheils solchen, welche die Parallaxe der Erdbahnund die Precessi'on der Nachrglcichen hätten ergebenmüssen, entgegen waren, noch immer zu erklärenübrig. Man bezeichnete diese unregelmäßigen Be-wegungen mit der allgemeinen Benennung derschei-nbaren Aberrationen der Fixsterne.Weil man nicht wußte , welcher Ursache man sie zu-schreiben sollte, sv nahmen die Astronomen alle Vor-sichtsmaßregeln, um die Irrthümer zu vermeiden,welche sie in die Bestimmung der Bewegung derPlaneten in Beziehung auf die Fixsterne härten brin-gen können.