Band 
Zweyter Theil.
Seite
355
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Geschichte der praktischen Astronomie. gZz

die Lage seiner Bahn, daß er nicht zweifelte, eSwäre ein und dasselbe Gestirn. Freylich fanden sichsehr beträchtliche Unterschiede in den Umlaufszeiren.Allein diese Schwierigkeit war für Halley kein Anstoß.AuS der Theorie der gegenseitigen Gravitation derPlaneten schon unterrichtet, daß diese Körper einan-der in ihren Bewegungen stören, daß z. B. die Be-wegung deS Saturn durch die übrigen Planeten undbesonders durch Jupiter verändert würde, so daß mansie nur um einige Tage bestimmen könne: dachte er,daß die Bewegung des Cometen eben so durch dieAnziehung der Planeten, denen er sich genähert hätte,und insbesondre durch die Anziehung des Jupiters ver-ändert worden seyn könnte. Durch Rechnungen, dieer jedoch nur für ungefähre, welche eine Breite voneinigen Monaten zuließen, ausgab, kündigte er dieWicdererscheinung des Cometen gegen das Ende desJahres 1753 oder den Anfang von 1759 an: eineVoraussagung, welche der Erfolg wahr gemacht hat.Man sah den Cometen in Sachsen, im Decemberr? 58 ; er ging durch das Perihclium den rz März1759. Dieser Comet beschreibt also, wie die Pla-neten, eine Ellipse um die Sonne: der einzige Un-terschied ist, daß seine Bahn sehr excentrisch ist, dahingegen die Bahnen der Planeten sich sehr demKreise nähern, die Bahn des Mercur jedoch ausge-nommen, deren Excentricität schon groß ist.

Eben dieser Astronom hatte gemuthmaßt, daßder Comet von 1661 schon 1532 erschienen wäre,daß seine Periode von 12g bis 129 Jahren wäre,nnd daß er gegen 1789 oder 1792 wieder erscheinen

sg *