Band 
Zweyter Theil.
Seite
377
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Geschichte der physischen Astronomie. Z77

Lewegmrgen. Noch mehr, die Umdrehungsaxe einesFixsterns kann ihre Lage am Himmel verändern, so-wohl durch die Atkraction und die Anordnung der ihnumgebenden Planeten, als durch die Attraktion eini-ger großen Cometen benachbarter Systeme. (lVIan^er-Luis, Oiscours äe 1s LZure ckk8 alirv8 p. 117.)Diese sehr zulässigen Hypothesen dienen zu einer leich-ten Erklärung, warum man zuweilen gewisse Fixsterneerscheinen oder verschwinden sieht, und warum einigean ihrer Größe und Helligkeit Veränderung erleiden.Wenn ein Stern uns die Ebene seines Aequatvrs zu-kehrt, so sehen wir ihn in seiner kreisförmigen Gestaltund in seiner größten Helligkeit, als wenn er vollkom-men sphärisch wäre. Ist aber ein Stern sehr abge-plattet, und beginnt die Ebene seines Aequatvrs sichi» Beziehung «uif uns zu neigen, so nimmt er auGröße und Glanz ab; er kann sogar gänzlich unsernAugen verschwinden, wenn er uns die scharfe Seiteseines Aequatvrs zukehrt, und wir folglich nicht mehrLicht genug erhalten, um ihn zu bemerken. Durcheine entgegengesetzte Bewegung der Ebene des Aequa?tors können wir neue Gestirne erblicken, die in derFolge, indem sie in ihre erstere Lage zurückkehren, ver-schwinden. So verhielt es sich mit dem großen Ster-ne, den man 1572 in dem Sternbilde der Cassiopc»'sah.

Die Umdrehungsbewegung der Planeten um ihreAxen befolgt nicht ebendieselben Gesetze, wie ihre fort-rückende Bewegung ( mouveinent cke trarwlatlou)um die Sonne. Diese letztere Bewegung ist um soviel langsamer, je entfernter von der Sonne der um-