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Compendium der höhern Mathematik / von Adam Burg
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Erstes Capilel.

Von den goniometrischen Linien.

E i n le i t u n g.

§ 1. 13ie Trigonometrie (Dreieckmefskunst)lehrt aus drei in Zahlen gegebenen Bestimmungsstückeneines Dreieckes die übrigen durch Rechnung linden.

Sie zerfällt, je nachdem die betreffenden Dreiecke in einerEbene, auf einer Kugel oder auf einem elliptischen Sphä-roide liegen, in die ebene, sphärische und sphäroi-dische Trigonometrie. Die letztere bleibt von unseremVortrage ausgeschlossen.

§. 2. Die zur Berechnung der Dreiecke oder Viel-ecke überhaupt nöthigen Hilfslinien und Sätze, mittelstdenen es möglich wird, die Winkel sowohl unter einanderals auch mit den Seiten zu vergleichen, bilden zusammendie Goniometrie. Nach dem gewöhnlichen, auch hierso genommenen, weitern Sinne umfafst die Trigonometriezugleich auch die Lehre dieser Hilfslinien (Kreisfunctionen)oder die Goniometrie*

Die trigonometrischen oder goniometrischen

Linien.

§3» Erklärung. Schneidet man auf dem, mitirgend einem Halbmesser C A r beschriebenen KreisAABB (Fig. i) von A aus, als Anfangspunct, einen be-Fig. i.liebigen Bogen AM ab, zieht die Halbmesser CA, CM,ferner aus A und M auf AC die Perpendikel AE, MD,ersteres bis zum Durchschnitte E des verlängerten Halb-