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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Elasticität der Flüssigen.

hältnißmäßigen Compressionen, welche derselbe Druck auf verschie-dene Flüssigkeiten hervorbrachte, nicht sehr falsch sein. Ich habe da-her seine Angabe für Kochsalz und Milch, da mirbessere fehlten,nach denen, welche er beim Wasser hat, berechnet, und in meineTabelle aufgenommen.

Oersted, 4.nnnlo8 (Mm. 1823. XXII. p. 192; 1828.XXXVII. x. 101. und XXXVIII. p. 326. Poggend. Annal. XII.p. 158; 513 u. a. O. Er hat seit dem Jahre 1823 mit Unter-stützung der Regierung genaue und ausgedehnte Versuche angestellt.Aber die Erwartung der Physiker die Resultate kennen zu lernen,welche von einem so vorzüglichen Beobachter nur ausgezeichnetsein können, ist bisher getäuscht worden. Er hat sie bis jetzt nurfür wenige Flüssigkeitenund nun beiläufig bekannt gemacht.

Man muß sich daher an die zahlreichen und genauen Versuchevon Colladon und Sturm halte», (Xnnnle« vliim. I'ü^s. 1821.XXV. p. 113), welche von der Akademie der Wissenschaften inParis gekrönt sind.

Galy-Cazalat, Vorussuo LuIIetin mutliom. 1827. VIII.x. 281, ein Auszug aus einem Werkcheu Kur Is coinpressibilitockos liguiäos. 1827. Er concurrirte mit Colladon um den Preisder Akademie. Aber seine Methode verdient so wenig Vertrauenund seine Resultate weichen so sehr von den übereinstimmendenColladons und Oersteds ab, daß wir sie gar nicht benutzen konnten.

§. 4. Die Berechnung hat nur eine Schwierigkeit, nämlichdie Correction über die Raumänderung, welche das Gefäß durchden von allen Seiten wirkenden Druck erfährt. Nach Oerstedwird die Wand des Gefäßes, wie eine frei in der Flüssigkeit liegen-den Tafel, zusammengedrückt; der innere Durchmesser wird vergrö-ßert, und die unmittelbare Beobachtung giebt eine zu große Com-pressibilität. Nach Colladon hingegen wird das Gefäß wie einemassive Glasmasse von der Gestalt und Größe des Gefäßescomprimirt, der innere Durchmesser also verkleinert; die Beob-achtung giebt ein zu kleines Resultat, und die Correction wird po-sitiv.

Bei einer Flüssigkeit, welche sich eben so stark comprimirt, wiedas Glas des Gefäßes, würde also uach Colladon die Capaci-tät des Gefäßes sich genau so stark andren, wie das Volumen derFlüssigkeit, der als Inder dienende Tropfen seine Stelle in der Röhre