ProSaphie, Gesetze.
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Swedenborg hält sogar die Elemente aller Körper fürBlasen. Neuere Naturforscher, von andren, vermuthlich botanischenBeobachtungen ausgehend, halten sie für Schläuche und suchen da-durch die Cohäsivnserscheinungen zu erklären.
Gaylussac Xnn. Olllm. 1'tiv». XXl. p. 59.
Muncke hat in Gehler's Wörterbuch, Artikel Dampf, H.p. 629, die verschiedenen Ansichten der Physiker zusammengestellt.Zn seine Erklärung der Erscheinungen kann ich jedoch nicht ein-stimmen.
HI. Prosaxhie eines flüssigen an einen nicht benetz-ten festen Körper.
Gesetze.
§. 8l. Wenn die Flüssigkeit auf dem festen Körper nicht zer-fließt, so berühren sich ihre freien Oberflächen in einem Winkel
av, dessen Größe unter allen Umständen constant ist. Die Bil-dung dieses Winkels hat, wenn man von atomistischcn Vorstellungenausgeht, einige Achnlichkeit mit dem Gange eines Lichtstrals, dereinen von dem Medium, in dem er sich bewegte, verschiedenen Kör-per trifft. Er folgt dem bekannten Gesetze der Reflexion, aber ererlangt seine gradlinigte Bewegung erst an der Grenze der Wir-kungssphären der Körper anf's Licht wieder. Innerhalb derselbenist die Bahn gekrümmt. So ist es auch bei der Adhäsion. Inner-halb derselben, d. h. in unmerklichen Entfernungen von der Ober-fläche ist die Gestalt des Flüssigen auf eine uns unbekannte Weisegekrümmt; aber in einer merklichen Entfernung machen die Tangen-ten beider freien Oberflächen der erwähnten Winkel mit einander(§. 16 .)
Dieser Winkel kann jede Größe zwischen 0° und 180° haben.Bei 0° würde die Prosaphie — 0 sein. In einer Haarröhre stelltsich die Flüssigkeit so tief nnter das Niveau, als sie in einer voll-kommen benetzten Röhre über ihm stehen würde. Ein Tropfen be-rührt die Fläche, auf der er liegt, nur in einem Puncte und wird,wenn er sehr klein wird, beinahe zur Kugel. Dieses Extrem ist je-doch noch nicht beobachtet.
Wenn n' — 90°, so wäre die Oberfläche der Flüssigkeit ineinem Gefäße mit perpendiculären Wänden ganz horizontal; in einer