Prosaphie, Barometer.
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und rim diesen Mangel zn beseitigen, die Heberbarometcr empfoh-len. Bouvard, Jvory, Schlciermacher und Eckhard ha-ben Tabellen über die Hohe der Kuppe in Röhren oon verschiedenerWeite berechnet. Andre haben mehrere Mittel vorgeschlagen, umdie beiden Schenkel des Heberbarometcrö, so weit der Spielraumdes Quecksilbers geht, von gleicher Weite zn erlangen. Dessen un-geachtet kann man den Druck der Luft bis jetzt noch nicht mit Zu-versicht aus dem Barometerstände ableiten.
Denn an dem kurzen Schenkel des Barometers hängt die Ad-häsion von all den Zufälligkeiten ab, denen das Quecksilber an derLuft unterworfen ist. Es bildet sich auf dem Quecksilber, das zusolchen Bildungen vorzüglich geeignet ist, aus Oxyd oder andrenbeigemengten Stoffen eine Haut, welche dessen Beweglichkeit sehrvermindert und die Oberfläche oft ganz unregelmäßig macht.
In dem langen Schenkel ist die Oberfläche zwar von jenenZufälligkeiten frei und der Winkel zwischen Quecksilber und Glasunabhängig von dem Stande des Barometres; aber er ist bei ver-schiedenen Barometren von ungleichem Werthe, und immer kleinerals 45°, die Größe, welche er an der Luft zu haben pflegt. DieWölbung ist sogar zuweilen so flach, daß sie bei einem geringenFallen der Quecksilbersäule concav wird. Indem das Quecksilberhier weit reiner ist, als an der Luft, und eine Oxydschicht sich nurausnahmsweise bildet, so müssen wir annehmen, daß die Krüm-mung in dem langen Schenkel von der Adhäsion am Glase abhän-gig ist, während die gewöhnliche, stärkere Krümmung an freier Luftmehr von der Anziehung des Quecksilbers an das mit einer Was-ser- oder Luftschicht bedeckte Glas bedingt wird. Bcsscl fand,daß der Stand eines BarvmetrcS von etwa 15 Millimeter Weite um1 Millim. niedriger wurde, als er eine kleinere Luftblase fortge-schafft hatte, welches, da Bessel unstreitig die Höhe des Quecksilbersnach der Wölbung gemessen hat, nur einer Verminderung der Con-verftät zugeschrieben werden kann. Die Abweichungen, die man beiBarometern von verschiedenen Fabriken wahrnimmt, werden daher, soweit sie von der Weite unabhängig sind, wahrscheinlich von der Be-schaffenheit des Glases herrühren. Bei gleichem Glase schien mirin gut ausgekochten Barometern der Winkel ziemlich gleichförmig zusein. Dieser Meinung sind auch Bessel, Schumacher undVerzeliuS.
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