Adsorption der Gase, chemischer Proceß.
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günstigt die chemischen Processe zwischen ihm und dem festen Kör-per sowohl als zwischen ihm und andern Gasen. Es sind ihrerzwei Klassen: erstlich, wo der feste Körper hloß anregend wirkt,ohne selbst eine Veränderung zu erleiden; zweitens, wo er selbstin den chemischen Proceß eingeht. Von beiden, besonders aber vonder zweiten Klasse, sind seit langer Zeit einzelne Beispiele bekannt.Aber erst seit H. Davy sind sie genauer verfolgt worden.
Im Jahr 18l7 sah H. Davy, daß feiner Plakinadraht, ineiner Weingeist- oder Aethcrslamme zum Glühen gebracht, nach Aus-löschen der Flamme zu glühen fortfuhr, so lange er noch vom Al-kohol- oder Aetherdampf umgeben war. Man benutzte diese Beob-achtung zur Eonstruction der Glühlämpchen, die sich jedoch nichtpraktisch bewährten. Er man fand, daß die Temperatur, bei derein kalter Platindraht zum Glühen kam, durch die Anwesenheit vonWeingeist- und Aetherdampf sehr vermindert wurde. Je feiner derDraht, desto leichter gelang dör Versuch, und ganz dünner Draht kamin einer solchen Atmosphäre schon bei 65" zum Glühen. Dober-es ner sah das feingetheilte, durch Glühen von salzsaurem Platin-ammoniak oder Platinkali redncirte Platin schon in gewöhnlicher Tem-peratur, selbst unter 0" glühen, wenn man es in einen Eurem vonWasscrstoffgas brachte. Endlich entdeckte Faradah, daß jedes Pla-tinastück, selbst ein dickes Blech, die Verbindung von KUallgaZschon in gewöhnlicher Temperatur bewirken kann, wenn die Dber-stäche ganz rein ist.
Diese Reinheit findet sich bei frisch reducirtcm Platin vor, siegeht nach einiger Zeit an der Luft und noch leichter, wenn daSPlatin mit einigen andten Gasen in Berührung kam, verloren undwurde am besten wieder hergestellt, wenn man es an das positiveEnde einer geschlossenen voltaischen Säule oder in Schwefelsäure undeinige andre Stoffe brachte. Die Anwesenheit einer fremden, demPlatina sein errcgelides Vermögen raubenden Substanz konnt? oftweder durch das Auge noch durch die Wage erkannt werden. Dbdie feinen Mittel, welche die Optik darbietet, uns über die Be-schaffenheit des fremden Stoffes Aufschluß geben können, ist nochnicht untersucht.
§. 200. Aus diesen und einigen andren Versuche» geht fol-gendes hervor:
Reines Platina begünstiget die Verbrennung von Wasserstoff