L24 Cohärenz der Flüssigen, Bewegung.
kung der Wärme auf Wasser dem Anscheine nach kleiner ist, als aufAlkohol.
7) In niederen Temperaturen bringt eine gewisse Anzahl vonGraden eine weit größere Wirkung hervor als in höheren. 5° O.in der Nähe von 0"O. vermehren die Geschwindigkeit um V«—V8;in der Nähe von 80"0. nur um Vsa. Bei einer den Siedpunctdes Wassers nicht sehr überschreitenden Temperatur würde eineVermehrung derselben, wenn man sie beobachten könnte, wahrschein-lich keine beträchtlichen Veränderungen hervorbringen.
8) Nicht netzende Flüssigkeiten sind in ihrem Ausflüsse aufkeine merkliche Weise von der Wärme abhängige
9) Das Quecksilber hat eine kleinere Reibung an Glas als selbstdas Wasser. Aber da es die einzige nicht benetzende Flüssigkeit ist,die man untersuchen konnte, so bleibt es zweifelhaft, ob dieses vonder geringen Prvsaphie herrührt und allen nicht netzenden Flüssig-keiten eigen ist, oder bloß von dem specifischen Gewicht.
§. 239. Ueber die Literatur muß ich dieselbe Klage füh-ren, die ich schon oft ausgesprochen habe, daß es an genauen Ver-suchen fehlt, um die hier aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Aberhier sind sie weit leichter anzustellen, als in den vorhergehendenAbschnitten; die Apparate sind einfach und einer großen Genauigkeit-fähig. Man darf daher hoffen, daß diese Lücke in der Cohäsions-lehre bald ausgefüllt sein werde.
Die Hauptarbeiten sind von
Gerstner Abhandl. der böhmischen Gesellschaft 1798. Hl. p.141. Gilb. Annal. V. x. 160. Seine Versuche, sowohl die hier,als die an andren Theilen dieses Werkes benutzten, sind scharfsinnigausgedacht, genau und gut beschrieben. Mit den Berechnungen, wiesie sich in der von seinem Sohne herausgegebenen Mechanik finden,bin ich jedoch nicht immer einverstanden.
Girard lVlem. äv l'^cuck. 1816. I. p. 186 — 274. ^nnul.OK. I'k. I. 436; IV. 146. Er ist ein sorgfältiger und redlicherBeobachter, der in seinen Versuchen nach numerischer Genauigkeitstrebt und sie auch gewöhnlich durch Rechnung verbindet. SeineDarstellung erlangt dadurch den Anschein von großer Gründlichkeit.Aber die Uebereinstimmung seiner empirischen Formeln mit den Ver-suchen bürgt keineswegs für ihre Richtigkeit. Die Hypothesen, ausdenen er seine Formeln entwickelt, sind oft erweislich falsch, und in