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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Druck und Stoß.

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gegen einander beinahe wie vollkommen elastische Körper. Machtman in eine derselben ein Loch und füllt dieses mit Blei und El-fenbeinspähnen so aus, daß die Kugeln an Gestalt und Gewichtkeine Veränderung erleiden, so springen sie nach dem Stoße weit we-»iger von einander zurück als früher (Desaguliers).

§. 165. Ein Schiff scheitert, ein Gefäß zerbricht, nicht weilder Stoß Zeit gebrauchte, um sich von dem einen Ende nach demandern hin fortzupflanzen. Der Stoß pflanzt sich gar nicht fort.Aber indem z. B. in einem scheiternden Schiffe ein Theil schnell inRuhe kommt, behalten die andern noch ihre Bewegung bei; dieTheile nähern sich einander mit einer gewissen Geschwindigkeit, com-primiren und biegen sich wie bei einem gewöhnlichen Drucke. DerAnnäherung widersteht aber die Spannkraft, verzögert sie allmäligund hebt sie endlich auf, worauf, wenn keine bleibende Veränderungeingetreten ist, der gebogene Körper in seine frühere Lage zurückkehrt.Ueberschreitet aber die Spannung einiger Theile eine gewisse Grenzedie bei dem Stoße dieselbe Größe zu haben scheint, wie bei demDrucke, so trennen sie sich von einander und der gestoßene Körpererleidet eine von der Geschwindigkeit der relativen Bewegung seinerTheile und von seiner Spannkraft und Geschmeidigkeit abhängigeVeränderung. Man könnte den zum Zerbrechen erforderlichen Stoßberechnen, wenn die Spannkraft und die Gestalt des Körpers be-kannt sind. Der Stoß wirkt auch hier nicht momentan, sonderndie ganze Zeit hindurch, von dem Anstoßen des Schiffes u. s. w.an, bis die Spannung der Theile ein Maximnm erreicht hat.

§. 166. Kleine in derselben Richtung wirkende Stöße, dieperiodisch auf einander folgen, können Körper von weit größererMasse, als der Stoßende ist, in starke Oscillationen versetzen. Wennvon zwei neben einander hängenden Pendeln das eine in Bewegunggesetzt wird, so kommt auch das andre in Schwingungen, obgleich je-der einzelne Stoß der Lust, welcher die Bewegung vermittelt, nursehr schwach ist. Das zweite Pendel wirkt sogar auf das erste zurück,so daß sie, wenn ihre Länge ein wenig verschieden ist, dennoch mit glei-cher Geschwindigkeit oscilliren. Ganz auf dieselbe Weise pflanztsich der Ton zwischen Körpern fort, die auf eine einfache harmonischeWeise schwingen können; zwischen Saiten, deren Längen in aliquo-tem Verhältnisse stehen, zwischen Saiten oder Orgelpfeifen und Glas-platten, und zwischen einem tönenden Körper und einem Resonanz-