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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Verhältniß zum Gefüge.

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auch, wo die Beschaffenheit der Gußform, sie sei Eisen, Sand oderThon, und ihre Stellung, senkrecht oder horizontal, von großemEinflüsse ist. Auf eine ähnliche, aber minder ausgezeichnete Weiseverhält sich Gußeisen.

§. 178. Die Wirkung der Abkühlung ist besonders stark aufder Oberfläche. Schnell gekühltes Gußeisen, Glas, Porcellan, selbstünglasirtes u. a. m. sind auf der Oberfläche weit härter, als imInnern. Glastrvpfen und die zu den Farben der Licht-Polarisa-tion geeigneten Glastafeln können nach Montanari, Seebeck undBrewster selbst mit dem Diamanten nur mit Mühe geritzt werden.Bei Stahl und Gußeisen widersteht ein Stab, der seine im Gusseerlangte Rinde beibehalten hat, den dehnenden und wahrscheinlichauch den biegenden Kräften mit beträchtlich größerer Stärke, alswenn die Rinde abgefeilt ist, und man hat beobachtet, daß eintransversaler Einschnitt in einen der Länge nach zu dehnendenStab die Haltbarkeit in einem mehrfach größeren Verhältnisse ver-minderte, als die Verminderung des Querschnittes betrug.

Tragkraft und Dehnkraft.

§. 179. Ein ganz geschmeidiger Stab, der mit einem Ge-wichte beschwert, sich allmälig verlängert oder biegt, erlangt inFolge der elementaren Bewegung seiner Theile allmälig einen Zu-stand, wo diese, ohne zu zerreißen, keine bleibende Bewegungmehr annehmen können. Der Dchnraum, welcher anfangs einKleinstes war, nimmt stetig zu, und ist am größten bei derstärksten Spannung des Stabes, wo die Spannkraft undHaltbarkeit der Tragkraft selbst gleich sind. Je größer derDehnraum ist, desto kleiner ist die Geschmeidigkeit des Kör-pers. Von ihr hängt auch das Tönen der Körper ab. DieTonhöhe ist zwar nur an die Spannkraft oder die Belastunggebunden; der Klang aber hängt größtentheils von der Geschmei-digkeit ab; mit ihr nimmt auch das Dumpfe im Tone zu, und dieSaiten haben den hellsten Ton, wenn sie fast bis zum Zerreißengespannt sind. Geschmolzenes Eisen, Kupfer, Zinn, giebt nur dum-pfe Töne, aber durch kleine Beimengungen spröde gewordenerStahl, Gußeisen, Kupfer-Zinn-Legirung oder Glas geben helleTöne. Geprägtes Silber hat einen hellen Klang, durch Glühenerweicht, einen matten. Für verschiedene Körper scheint einen