Band 
Erster Band.
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vorrichteten Stände, selbst dann, wenn sie mitandern Ständen concurriren, schon durch die Zahl derGlieder; c) Abhängigkeit vieler Glieder vonder Regierung durch Kriegs-, Hofs- und Civildienste;6) Leichtigkeit und Grundsatz der Regierung,die Mehrheit der Glieder zu gewinnen. Ich hättediese vier Unheilsquellen in Eine zurückführen undblos bemerken können, daß die ganze Organisa-tion der Landstände dem Egoismus, demStolze und den Anmaßungen ihrer GliederThüren und Thore öffnet. Endlich «) Heim-lichkeit der Verhandlungen, wodurch alle Gebre-chen dem Tageslichte entzogen, und Fürsten, Minister,Beichtväter und Maitressen durch die Künste der Be-stechungen die geheimen Führer der Landtäge wurden.

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Deutsche Reichsständc.

Von den Deutschen Reichsständen kann man nochweniger Gutes sagen. Man weiß, welchen Mißbrauchsie von ihren Rechten machten, wenn schwache Kaiserden Thron bestiegen; wie sie sich die Landeshoheit er-schlichen, die Gewalt des Monarchen (ihres Herrn)untergruben und stürzten, öfters gegen ihn sich empör-ten , die Wahl desselben verkauften, *) das Reich ohneSchutz ließen, und wenn sie Türken- und andere

*) Kurfürst Ludwig von der Pfalz erhielt für seine Stimmezu Gunsten Ferdinand'« l. 80,000 Gulden. (Sattler Gesch.Würtemb.)