Band 
Erster Band.
Seite
235
JPEG-Download
 

entdeckten Heroen in.Frankreich der nun verstorbeneedle General Foy hervor. *) Zwar führten in denDeutschen Kammern die parlamentarischen Verhand-lungen häufig den herkömmlichen, akademischen Doktri-närschnitt mit sich; es wurden Reden gehalten in derForm von Lehrbüchern zum ersten, oder wenigstens zumakademischen Unterricht, welche Langeweile erregten undder guten Sache dadurch empfindlichen Schaden brach-ten; Kleinlichkeit und Pedanterei verirrten sich bis insolche Positionen des Budgets der Staatsausgaben, womau nur hohe, erhabene Gesinnungen und Zartgefühlfür erlauchte Personen hätte erwarten sollen. Wir hör-ten Deduktionen allgemein, ja jedem Quartaner-Schülerbekannter Wahrheiten; sogar der Grundsatz, daß dieWahlen der Abgeordneten frei seyn müßten und ohneEinfluß der Regierung, den die gesunde Vernunft noch

*) Die Nation erkannte seine großen Verdienste, und belohnt«sie mit einer Dotation für seine Familie von einer halben MillionFranken, die durch freiwillige Subskription zusammen kam. Freilichhaben ihm weder die beiden Kammern, noch weniger die Regie-rung irgend eine Verdienstes-Krone bewilligt; aber gerade darinzeigt sich die Abneigung derselben gegen wahre Verdienste im grell-sten Gegensatze mit dem erhabenen National-Eharakter der Frau.zose». Wurde in Deutschland ein größerer Mann noch als Foy,wenn er nicht elwa als Dichter, Schauspieler, Musikus oder Malerglänzt, solchen oder einen andern Preis der National-Srkenntlich-keit erhalte»? Ich frage allenthalben, und allenthalben herrschtStillschweige». Armes Vaterland! zwar sprechen deine Bewohnerdeutsch, aber sie sind nicht Bürger Eines Reiches und entbehrendarum des Patriotismus, den wir nur an Fremden bewundernkönnen!