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die Kraft und Klarheit der Worte in Rede und Schrif-ten die Gemüther vieler Tausende. Der von ihm er-weckte mächtige Geist ward noch mehr gesteigert durchden »»zeitigen Widerstand des päbstlichen Hofs undgab der öffentlichen Meinung und dem Zeitgciste eineungeahnte, fürder unabänderliche, Aberglauben undFinsterniß vernichtende Richtung. Zweitens Calvin,ein gottesfürchtiger, geistvoller und zugleich für die bür-gerliche Freiheit bis zum Uebermaße und verbrecherischerVerfolgung Andersdenkender begeisterter Mann. Drit-tens Zwingli, der politischen Patriotismus, — demder schönsten Tage des Alterthums gleich, — mit religiö-sen Gesinnungen, welche die menschenfreundlichen Lehrender Christusreligion in ihm erzeugt hatten, vereinigte.Endlich Melanchthon, der mit den tiefsten Kennt-nissen in theologischen, philologischen und philosophischenFächern seltne Talente, regen Eifer für Wahrheit, Men-schenliebe und den sanftesten Charakter verband. Sowar aus dem Mißbrauche der Kirchengcwalt ein neuesReich, das der Ideen, hervorgegangen: freie Prü-fung nicht blos der religiösen, sondern auch der politi-schen Ansichten, Lehren und praktisch eingeführten Grund-sätze, Erforschung und offene Anerkennung der
*) „Hätte -er Römische Hof im Ablaßstreite nur Etwas nach-gegeben , so wäre vielleicht die Frage: ob sich das Suppremat-e- Römischen Bischofs auf göttliche Einsetzung gründe, nie inBewegung gekommen; und noch weniger würde Luther die Römi-schen Glaubenslehren angegriffen haben." Plant Geschichte desprotestantischen Lehrbegriffs, l., S. 216 .