Band 
Zweiter Band.
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lichsten ist und wo die Regierung am meisten Willkürüben kann; und zwei Jahre später vernichtete er auchdie letzte Spur der Beschränkung seiner Gewalt, indemer durch Intriguen und Bestechung das Recht erschlich,nach Belieben Krieg erklären zu können.

Noch weit mehr und lauter empörte schon die erste,immer mehr die zweite und endlich die letzte Thei-lung Polens die Gemüther und gab dem Zeitgeisteeine für das monarchische Princip höchst gefährlicheRichtung. Die Völker konnten kaum den Hohn, dieFalschheit, die Gewaltthaten und Grausamkeiten ertra-gen, mit welchen gekrönte Häupter, ohne zu erröthen,das Heiligste unter die Füße traten, sogar nicht einmalden Schein der Moralität zu beobachten nöthig hielten,für die Rechte, Selbstständigkeit und IUnabhängigkeilder Völker und selbst für ausdrückliche Verträge undeingegangene Verbindlichkeiten nicht die geringste Achtunghatten, wenn sie ihrer Ländergicr und ihren Leidenschaf-ten Hindernisse entgegensetzten. In allen gediegenenSchriften über Gegenstände der Politik und in allenGeschichtswerken über diese Periode ist ein Schrei desEntsetzens, der Verwünschung oder der bittersten Sa-tyre gegen diese Länderraubereien zu lesen. „Gott",

*) Sagt doch sogar der zarte und höfische Geschichtschreiberder Französischen Diplomatie, Flas sän.- „dieser Zeitpunkt seyder gewesen, wo die Begierde der Monarchen, die Umstände zuihrem Vortheil zu benutzen, die den Kronen schuldige Achtungentzogen hätte l" Aber freilich war auch Frankreichs Politik da-gegen und genehmigte nie den Raub.