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„gleichen Anspruchs Aller auf öffentliche Aemter undEhren" — vorzugsweise nur Adelige in die höherenund höchsten Staatsstellen ein. Schriftsteller, viel-leicht aus der nun herrschend gewordenen Ansicht, dasAlterthümliche in hohen Ehren zu halten, undhalboffizielle Artikel in öffentlichen Blättern, diese unterdem Scheine, auch den Regierungen einen Theil an demMißvergnügen der Völker zur Last zu legen, in derThat aber, um die Gemüther mit dem in Ausübunggebrachten und noch zu erweitern bezweckten System zuversöhnen, suchten das seit dem Jahre 1789 veraltetePrincip Montesquieu's von der Nothwendigkeit oderNützlichkeit des Adels, als einer Zwischenmachtzwischen Fürsten und Volk, wieder hervor, um ihm einenständigen und wesentlichen Antheil an der Staatsregie-rung zuzutheilen. Es wurde sodann behauptet, daßdem Adel vor dem Nicht-Adel gewisse Vorzüge, na-mentlich die Patrimonialgerichtsbarkeit^Familien-Fidei-commisse, Erstgeburtsrecht, Ausschließung der Töchtervom Erbrechte, sogar Steuerbefreiungen, als geschicht-lich begründeteRechte zustünden, und besondereInteressen dieses Standes angeführt und verthei-digt. Das Ritterthum erhielt schon vor dem Falle
*) Im Jahre 1817 hielt der Magistrat zu Trier eine Redean den König von Preußen, welche in der Berliner Zeitung zwarzu lesen, aber die Stelle weggelassen ist, in der die Beibe-haltung der Oeffentlichkeit der gerichtlichen Verhandlungen, derGeschwornengerickte und um V e r s ch o n u n g von Wiederein-führung desFeudalwesens gebeten wird.
Siehe erster Band, S. 149 if.