226
mit fremden Ohren hören und die Eeinütber der Men-schen nicht kennen. * **) ***) ) Leute, die sich bei Hofe empfeh-len wollen, veranlassen oft Beleuchtungen, '-*) Adressen,Petitionen und dergleichen Mittel, welche die Fürstenglauben machen, daß ihre Handlungen dem Volke an-genehm seyen, und die es durchaus nicht sind. Wur-den doch oft Verschwörungen zu dem Zwecke angezet-telt, um die Regierungen zu falschen Maßregeln zuverleiten und die öffentliche Meinung als gcfähr-
*) In seiner Schrift „über die Revolution in Spanien" sagtHerr von Pradt: nian könne über diese Revolution unbesorgtseyn; sie werde ihren Zweck erreichen, weil die Quellen der Un-ruhen. die so vieles Unheil in der Französischen Revolution veranlaßt hätte», in Spanien nicht vorlägen; der K ön ig (!) dieRegierung, die Beamten (!) seyen mit ihr einverstanden, u.s. w. Man erinnere stch, daß H. v. P. Rapoleon'S Ministerwar. Vergl. oben S- 100.
**) AIS König Johann von Portugal von seiner Gemahlinund seinem Sohne, Don Miguel, gefangen genommen wurde,waren in Lissabon viele Häuser beleuchtet. Bald darauf fand derKönig auf Englischen Schiffen Schutz, die Gemahlin ward in einKloster verwiesen, Don Miguel verhaftet, und in Lissabon warnun ebenfalls Illumination. Nun schickte der König den ungera-thenen Sohn auf Reisen, und man sagte ihm: das Volk sey vorFreude trunken.
***) Im Jahre 1818 wurde zu diesem Zwecke die sogenannteweiße Verschwörung in Frankreich gemacht. Im I. 1821 (August)erfolgte sogar in den Tuillerien eine Explosion von einem Pulver-faß, um den König in Schrecken zu setzen. Die Ultra's wolltendem König die Stimmung des Volks gehässig vorspiegeln, dieThat den Liberalen aufbürden und schlugen gewaltsame Maßregelnvor. Allein die Untersuchung enthüllte den Plan; der König sahdie Sache und den infamen Zweck richtig ein.