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Staaten auch keine Schulden, so bedürfte es auch nurder Hälfte der Staatsauflagen; und in so fern dieGröße der letzteren drückend ist, Mißmuth und Empö-rungen erregt, in so fern haben auch die Staatsschul-den daran Antheil. :
Allein die Finanzmanner und Politiker in den Ca-binetten betrachten die Sache aus einem andern Ge-sichtspunkte. Sie meinen, die Menge und das Ansehen(der Reichthum) der Staatsgläubiger halte die bemit-telten Classen und Individuen des Volks von Empö-rungen ab, weil jene dadurch nur verlieren können; die ;arbeitenden Volksclassen aber könne man, wie Calonneals zuversichtlich behauptete und viele ihm nachmachen, jdurch Beschäftigungen auf Kosten des Staats, inson-derheit durch Bauten und lururiöse Ausgaben des Hofs,beschwichtigen. Nur Höflinge sind fähig, solche Ein-fälle zu haben. Der Reichthum Weniger, die sich inden Staatsfonds mästen und für den Staat unfruchtbareZehrer sind, vermehrt die Anzahl der Armen, *) und wirdmithin eine der wichtigsten Quellen der Empörungen;die arbeitenden Bürger können aber sehr nützlich beschäf- jtigt werden, ohne daß es nöthig wäre, durch lururiöse ^Ausgaben und Verschwendung des Staatsschatzes, Schul-den zu machen und dadurch die öffentlichen Lasten, dieauf dem Ackerbau, der Industrie und dem Handelhaften, zu vermehren. Ich erinnere an die Bemerkungvon Hegewisch, daß der Römische Staat auch ohne
*) S. erster Band, Seite 260 das Beispiel von England.