Elfte Abtheilung. Mit gemischter Grundlage. 17,5.
§. 6n. '
Kali tartaricum.
I. Tartarus tartarisatus , weinsteinsaureS.Kali, tartarisirter Weinstein, ein weißes, pul-verartiges oder in länglich vierseitigen Tafeln krysiallisir»teö Salz, von mäßigem, scharf salzigem Geschmacke,welches an der Luft feucht wird, ohne zu zerfticßen.
II. Es besteht aus x 7 ö 4 ö Weinsteinsäure, T y 5 Kaliund Krystallisationswasser. Es löset sich in dritte-halb Theilen kaltem und einem Theile heißem Wasser,so wie in 240 Theilen Weingeist auf. Wird es durchdie Glühehihe zerfetzt, so bleibt kohlensaures Kali zurück.Durch alle Säuren und durch schwefelsaures und phos»phorsaureö Natrum, schwefelsaure Tonerde, salzsaureKalkerdc, salzsaure Schwererdc, schwefelsaure Talkcrde,salpctersaures Silber, salzsaurcs und schwefelsaures Eisen,essigsaures und salpetersimreS Quecksilber, essigsauresBley, schwefelsauren Zink und schwefelsaures Kupferwird es zersetzt.
III. Man löset kohlensaures Kali in acht Theilenkochendem Wasser auf, und trägt so lange Löffelweise ge-reinigten Weinstein hinein, bis die Flüssigkeit weder Lac-muspapier roth, noch Kurkumcpapier braun färbt, siltrirtfte dann und raucht sie bis zur Trockenheit ab.
Ist es nicht gehörig neutralisirt, so zerfließt es ander Luft; ist es kupferhaltig, so wird es durch Ammo-nium blau; ist cö bleyhaltig^ so wird es durch dieWcin«probe schwarz gefärbt; enthält es schwefelsaure Neutral-salze, so macht essigsaures Bley einen Niederschlag, wel-cher sich in Salpetersäure nicht wieder auflöset.