Bei der Bearbeitung befolgte ich den Plan, daß ich vorerstdie Geschichte der Grafen von Montfort, dann der Grafen vonWerdenberg beschrieb, und zwar nach den verschiedenen einzelnenZweigen dieser beiden Familien, die ich von ihrem Entstehen biszu ihrem Erlöschen verfolgte. Von der allgemeinen Landesgeschichteglaubte ich so vieles aufnehmen zu müssen, als mir nothwendigschien, um das Wirken, Handeln und die Schicksale der betreffen-den Glieder der Familie von Montfort und von Werdcnberg ver-ständlich zu machen. Ein Mehreres aufzunehmen, unterließ ich,da ich keine allgemeine Landes-, keine Volksgeschichte, sondern nureine Familiengeschichte, eine Monographie schreiben wollte. Uebri-gens bestrebte ich mich, das Leben und Wirken der Mitglieder dieserbeiden Familien, ihr Eingreifen in die Ereignisse ihrer Zeit rc. klar,unbefangen und wahr, wie sie die Urkunden und andere glaub-würdige Nachrichten geben, darzustellen, weßhalb ich auch jedesmalauf die Quellen hinwies. Einzelne Wiederholungen und Verwei-sungen konnten nicht wohl vermieden werden, auch dürste die Ge-sammtübersicht theilweise erschwert erscheinen. Letzterem Uebelstandemöglichst zu begegnen, fügte ich sowohl über die Montfortische alsWerdenbergische Familie eigene genealogische Tabellen bei, welche denZusammenhang der beiden Familien im Allgemeinen so ohl, als dieeinzelnen Zweige und Mitglieder der Familie nachweisen.
In wieweit mir diese Monographie gelungen, in wieweit siedem unbefangenen Freunde der vaterländischen- Geschichte genüge,unterstelle ich dessen Urtheile. Einzelne Verstöße und Unrichtig-keiten werden sich wohl vorfinden, was auch bei allem angewen-deten Weiße leicht geschehen konnte, aber auch von Kennern mitNachsicht wird beurtheilt werden. Jede Berichtigung und jedenbelehrenden Nachweis werde ich dankbar annehmen und benutzen.
Der Verfasser.