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Pic Grasen von Wrrdenberg zu Albek und Langen«».
(1280, 1359 u. 1480.)
Nach §. 7 war Rudolf i., Gr. von Werdenberg-Sargans, der Stifter derAlbek-Laugenauischcn und in seinen Nachkommen der letzten Sigmaringer-Heiligen-berger Linie ein Sohn Gr. Hartmanns I., gest. um das I. 1269 und der Elisabethvon RegenSberg. Seine beide» Bruder waren Hartmann II. , Domherr zu Bam-berg, und Hugo V., welcher die Werdenberg-Sargansischen Linien von Sargansund Vaduz begründete. Rudolf selbst erscheint noch in seiner väterlichen Heimathin einer Urkunde vom I. 1282, »ach welcher, durch ihn veranlaßt, seine Mutterdem Kloster Wettinge» Güter zu Niedererendingen schenkt. Noch eine die Umge-gend des Bodensees betreffenden Urkunde stellte Gr. Rudolf nach dem Auffahrtstage1306 aus, in welcher er den Empfang von 57 und von 30 M. S. der StadtKonstanz bescheint, welche diese für ihn »dem Burchart ze Burgtor, und dem JudenTalman ze Konstentz" bezahlten und die sie von den 200 M. S. abziehen sollten,welche sie ihm »von des Künges wegen" schuldig seien*). Von nun an verschwindeter in der Geschichte Graubündtens und des Vorarlbergs, dagegen tritt er in derGeschichte Obcrschwabens auf, woselbst wir ihn als Herrn von Albek und Langenaubei Ulm einige Jahre später finden.
Die Herrschaft Albek und Langenau mit noch weiteren einzelnen Gütern, indem dermaligen königl. würtemb. Oberamte Ulm gelegen, gehörte» einer angesehe-nen uralten, einheimischen Dynastenfamilie, welche sich von Albek (Albegge) schrieb.Ihr Ursprung verliert sich in das Dunkel der Vorzeit. Wahrscheinlich waren dieEdlen von Albek ein Zweig der nachmaligen Grafen von Helfenstein. Der erste,welcher in dieser Urkunde vorkommt, ist Otrv um das I. 1062, angeblich der
H Aus dem Archive der Stadt Konstanz. S. Anhang Nr. 16.di«uA->rt ttoil- ällem. In dem von Anzettln gefertigten Verzeichnis der Comthurdes Johanniter - Ordens zu Feldkirch ist ein Gr. Rudolf von Werdenberg bis 1280 auf-geführt. Da um diese Zeit Gr. Rudolf der einzige dieses Namens in der Familie von.Werdenbcrg war, so scheint Gr. Rudolf sich zum Eintritt in den Johanniter-Orden be-stimmt und die von seinem Urgroßvater, Hugo von Montfort zu Feldkirch gestiftete Com-mende genoffen zu haben, bis nach dem I. 1280 seine Vermählung mit Adelheid, Mark-gräfin zu Burgau, zu Stande kam.