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Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg : ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs / von Dr. J.N. Vanotti
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starb, allgemein bedauert, den 24. Februar 1486. Sein Herz und Eingeweide wur-den in der Karmeliten - Kirche zu Frankfurt beigesetzt, sein Leichnam aber nach Augs-burg abgeführt und im Dome hinter dem Hochaltare in der Kapelle der heil. Vitalund Martin begraben, *) Johanns Nachfolger im Bisthume war Friedrich, einSohn seiner Schwester Agnes und des Gr. Jos. Nikolaus von Zollern. Wie großdie Achtung gegen diesen Bischof Johann auch nach seinem Tode noch wqr, beweistder feierliche Leichengottesdienst, welchen sein Nachfolger und Neffe, Bischof Friedrich,ihm den 8. 10. Oktober veranstaltete. Außer dem Bischöfe, dessen Vater, demGr. von Zollern und dem Gr. Rudolf von Werdenberg, des verstorbenen Bruder,und allen Prälaten, Aebtcn und Pröbsten des Biskhums, welche sich persönlich ein-fanden, schickten Herzog Sigismund von Oestreich, Christoph, Herzog von Baiern,Friedrich, Markgraf von Brandenburg, die Grafen Eberhard von Würtemberg,Heinrich von Montfort, Ludwig von Helfenstein, die Äbtissinnen v. Kirchheim undBuchau, die Städte Augsburg, Memmingen, Dvnauwörth, Dillingen und Günz-burg ihre Gesandten, welche dieser Leichenfeierlichkeit anwohnten. Bischof Friedrichspeiste als Gäste durch diese drei Tage täglich 700 bis 800 Personen, und der ganzeKostenaufwand beließ sich auf 4168 si. 10 gr. 3 hlr. 2)

Der dritte geistliche Sohn des Gr. Hans von Werdenberg war Rudolf vn.,der jüngste aller seiner Söhne. Auch dieser Rudolf trat in den geistlichen Stand,insoweit die Johanniter-Ritter den geistlichen Orden beigezählt wurden. Nach einerUrkunde vom Samstag nach Math. 1461 war es dieses letztere Jahr, in welchemGr. Rudolf Johanniterritter wurde, indem er gegen ein jährl. Leibgeding von180 fl. nach dem Willen seines Vaters auf alle Ansprüche an seine väterliche undmütterliche Erbschaft verzichtete. Er scheint die Johanniter - kommende Bubikon

r) Auf dem ihm gesetzten Grabsteine ist zu lesen: rverNeiibergensiuni Lonrituin<Ie Leute Ivannis, Uraesulis Xuaustae, doc s»nt sits inemvra looo. inciits purgeneri xirlus cui prssstitit, ut xost rat» seit vlvat clisrus in ore xrexis.

Ossa, Mein, teitus kovet, exspectsntia waxnuw, Ortus Nuin rseolil Spiritusipss suos.

8it tibi tvrr» Isvis, Uraesut UiANissiins, Vita vißllus et sii^eiicis qui soeisrsetroris.

kraesuit Lcelesias XuAustensi annos pieps XVII. Vita ilvtunetus krancororctiseaN v. Ulaxiiniiisni, Iteßis eiectionein prokeetus Xnno Llrristi SI6VI.XXXVI. VI. Lsl.Nartias.

2) Vorstehende kurze Biographie des Bischofs Johann ist nach P. Brauns Gesch.der Bischöfe von Augsburg, Bd. Iti. S- 62 89. gefertigt, woselbst auch die Quellender hier angegebenen einzelnen Thatsachen aufgeführt sind.

Orig. - Nrk. im fürstl. fürstenb. Archiv. Anh. Nr. 273.