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und ungewisset, der hat auch verschütt drey Gulden; wo auch Iemandt dem minderngelten soll ain schilling ald darunter deß er nit legnet, da soll ihm der Gebittel genPfandt ald Pfenning an Furgebott. Ist auch daß die gesetzendt werden über daßFeur, daß inniglich angehet, ist da die dheincn gebrästen funden in dheinem Hauß,die sie haißent werden, waman das nit went, zuem Zeit, alß sie haitzent, der hatauch verschuldt drey Guldin, den Bürgern zween, dem Amman ainen. Ist auchdaß ains Biedermanns Eheweib verschult ein Beßerung, die soll nit bessern, wanals Recht ist, umb ain Weib, Es sey dan es ain Weib sey die zue Banng standt,aldt zue Markht gang, die soll bessern alß ain Mann. Es ist auch umb die Ehafftengesezt, wer den andern fund in seinem Weingarten, so man sie Etwa» hat gelait,und Weinber darauß tregt, ald ander Ding, der ist schuldig zehen Pfundt Pfen-ning ald dickhendt und er Es freffenlich thuet Nachts oder Tags, deß er über-khommen wirdt, dem Amman chrey Pfundt, dem Cleger vier Pfundt, und denBürgern drey Pfundt. Wer auch nit recht Meß ald gewege zue allen Dingen, deßEr überkkommen würdt, der ist schuldig der hohen Ainung, daß ist Sechzig Guldin,dem Ammann daß Dritthail, an Bürgern die zween Theil. Wer auch yemandtfündt in den Gärten, in dem Feldt ald was in der Ehehaffti gehört, es sey Nachtoder Tag, wer da dem Andern zu schaden treibet, da gibt der Bott fünff Guldin,und von jedem Haupt ain Guldin. Wa aber funden wurden Roß ald an anderVih, ohn Botten auff Jemandts Guet in der Ehaffti davon er schaden nemme, dagibt jedes Haupt ain Guldin, und was damit verschuldt würdt, da würdt denBürgern die zweenthail, und dem Amman daß Dritthail. Wenn man auch gebeutzum die Ehaffti, wer daß übersetzet zune Zil, als Im gebotten würdt, und Er nitfridberens Zuns hat, der hat auch verschult drey Guldin, den Bürgern zween, demAmman ainen. Wer auch den Andern fündt nachts an seinem schaden in den Gär-ten, ald in der Ehaffti, ald in der Statt, und dem Schadt beschicht, es sey vonMan ald von Frawen, ald Er ihn überkhommen mag, der hat verschuldt fünff Gul-din, beschicht aber es tags, so hat er verschuldt drey Guldin, Ain Bescheh schad anHoltz, an Zün, an Craut, an Ops, an Ruebe» ald was in der Ehaffti» erbawenwürdt. Wir haben auch nit vertädingt, wenn schad beschicht, der da clegt, daßman den seinen shaden abthue, als Recht ist. Es ist auch geredt was den Bürgerngefallet, daß es geb ainer als der ander, und Niemandt abging was ungerichts,auch kheiner verschuldt und er darumb entweicht von der Statt, der soll nimmerwider einkhvmmen ehe er die Besserung thuet, die darüber gesezt ist. Wer auch daßIemandt Beßerung verschult, und er mit dem Guet nit gebessern khan, den soll manbessern an dem Leib, als man den zue Rath würdt und Recht ist. Verschult auchjemandt gegen ainem Besserung, der nit hat, der soll Im nit bessern, wenn als