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Nr. 21.
(coM copiss aus dem Buche: Allerlei Schriften »c. S. 3. 1354.)
Theilbrief zwischen den Brudern Wilhelm und Heinrich, Grafen vonMontfort, Hrn. zu Bregenz und Tettnang, Söhne Gr. Wilhelms.
Ich Grass Wilhelm von Montfort, Herre zu Bregentz, vergihe und thuekhund, öffentlich mit disem Brieffe für mich und meine Erben, Allen die jn hörenoder sehen lesen, daß ich und mein liebe Brueder Heinrich, Gr. v. Mtfrt., Herrzue Tettnang, umb alle die Vestina, Leuth und Guether, die Uns unser NatterGr. Wilhelm von Montfort gelon hatt, lieblich ains freundlichen thails überein-kohmen sein, und also daß meinem ehgenannten Brueder zue tail worden ist, Rotten-vels die Burhk, Leuth und Gueth mit aller Zugehört, Ihm ist auch zuetail gewor-den Winhkelberg Leuth und Gueth mit aller Zuegehört und die Kürchensatz zu Müs-sen und zue Mackelnos, und was darzu gehört, Ihm ist auch zuethails wordenArgen, die Burg, Leuth und Guet, mit aller Zugehört, und der Kürchensatz zuArgen; Ihm ist auch zuetheilt worden Tettnang Burg und Statt, Leuth und Guetmit aller Zugehört, und der Kürchensatz zu Tettnang. Ihm auch zuetheilt wordenLiebenaw die Burg, Leuth und Guet mit aller Zuegehört, und der Kirchensatz zuemGrünenkraut. 2hm ist auch zuethailr worden die Burg zue dem Nider Sumeraumit Leut und Guet, und aller Zuehört, und die Vogtey deß Gottshauß Lange-naw, mit aller Zugehört, und die Kürchensatz zu Wildtbolttschweiler, und zu Ge-bretschweiler. Ihm ist auch zuethailt worden die Schär, die Burghk, Statt, Leuthund Guet mit aller Zugehört. Ihm ist auch zuethailt worden daß Denggaw,Leuth und Guet, mit aller Zugeherdt. Ihm ist auch zuethailt worden die Kürchen«satz zu Fridtberg, Diengen und zue Herbrächtingen. Ihm ist auch zuethailt wordenfünff und dreißig Markh Silbers von der Steuer zu Mengen. Ihm ist auch zue-thailt worden, Landew, die Burgkh und daß Dorfs zue Ertringen, und alles daßdarzue geherdt, Leuth und Guet. Die vorgenannten Vestinen, Leuth und Guet,seind meinem obgenentcn Brueder zuetheil worden mit aller zuegehört. Es sey vonRecht als mit Gewohnhait, als es unser Natter an uns bracht hatt. Ich vorge-nennter Grass Wilhelm verzeih auch für mich und all meine Erben an daß vorge-nannt Gueth aller Ansprach, aller Vorderung, alles Rechts gen Ihm und genseinen Erben. Ich vergich auch daß ich und mein Brueder kein Mannlehen gethailthan, wen allein die Lehen die unser Leuth von uns handt, die jedwederer leihen sollden Leuthen, die Ihm zu theil worden sein. Ich bin auch übereinkhommen mitmeinem Brueder, wer daß, daß ain mein Aigen man hinder In» füere, daß ich