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III/1 (1893) [Elektricität und Magnetismus] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Influenzmaschine von Töpler.

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man andererseits auf eine ruhende HoLTz’sche Maschine durch die zwei Spitzen-kämme Elektricität (etwa von einer anderen gedrehten Elektrisirmaschine her-rührend) auf die bewegliche Scheibe überströmen lässt und zwar durch deneinen Kamm positive, durch den anderen negative, so rotirt die drehbare Scheibevon selbst weiter, wenn man ihr einen Anstoss gegeben hat 1 ). Denn jeder Kammlässt ja auf die Scheibe die gleichnamige Elektricität überströmen. Die gleichelektrisirten Stellen von Scheibe und Kamm stossen sich aber ab, während die-selben Stellen der Scheibe von dem anderen Kamm angezogen werden. Daherrotirt die Scheibe einer Influenzmaschine, wenn man ihre Kämme mit denConduktoren einer anderen, bewegten, verbindet.

Die Influenzmaschinen von Töpler bestehen aus einer rotirenden Glas-scheibe, welche auf der einen Seite mit 2 Sektoren von Stanniol, auf der andernSeite mit zwei Streifen von Stanniol beklebt sind. Je ein Streifen und ein Sektorsind verbunden. Auf den Streifen schleifen Pinsel von feinem Draht, welchemit den Elektroden verbunden sind, die ebenso wie bei Holtz an einander ge-schoben oder ausgezogen werden können. Unter die eine Hälfte der Glas-scheibe wird eine elektrisirte Metallplatte gebracht. Diese vertheilt die Elektri-cität in dem, über ihr befindlichen Stanniol, so dass die gleichnamige (etwapositive) durch die eine Bürste zur Elektrode geht. Bei der Drehung wird danndie negative Elektricität dieser Belegung durch die andere Bürste zur anderenElektrode geführt, während zugleich die erste Bürste die darunter befindlicheStelle stärker positiv ladet. So verstärken sich die Ladungen. Bei neuerenMaschinen werden auf einer festen Glasscheibe zwei Papierbelegungen ange-bracht, die Vertheiler, während auf der beweglichen Scheibe eine Reihe vonStanniolblättchen im Kreise sich befinden, die Uebertrager, auf denen diePinsel streifen, die mit den Elektroden wie vorher verbunden sind. Die Töpler-schen Maschinen sind in sehr grosser Form ausgefiihrt, mit zum Theil abge-änderter Construction 2 ). Es werden Maschinen fabricirt, die bis 20 rotirendeScheiben auf der Axe sitzen haben, welche sich je zwischen zwei festen Glas-scheiben befinden. Eine solche Maschine giebt einen Strom, dessen Stromstä r keder Umdrehungsgeschwindigkeit proportional war und bei normalem Gange0'081 Ampere betrug. Zum Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit befinden sichdie Scheiben in einem Glasgehäuse, welches durch Gasflammen erwärmt werdenkann. 3 ) Graetz.

Elektroskope und Elektrometer.

Elektrometer sind Instrumente, welche die Messung von Elektricitätsmengenund Potentialdifferenzen ermöglichen. Elektroskope sind Instrumente, welcheElektricitätsmengen oder Potentialdifferenzen anzeigen, ohne jedoch eine Messungderselben direkt zu gestatten. Alle Elektrometer und Elektroskope beruhen aufder Anziehungs- und Abstossungswirkung, welche elektrisirte Körper nach demCouLOMB’schen Gesetz auf einander ausüben. In den meisten Fällen werden die

*) Poggendorff, Pogg. Ann. 139, pag. 513. 1870.

2 ) Töpler, ,Elektrotechn. Zeitschr. 1, pag. 56. 18S6.

3 ) Weitere Literatur über Influenzmaschinen s. Hempel, Wied. Ann. 25, pag. 493. 1885.Elster und Geitel, Wied. Ann. 25, pag. 493. 1887. Lommel , Wied. Ann. 25, pag. 678.1887. Iin.LAlRET, Bull. Soc. internat. des electr. 2, pag. 324. 1885.