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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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die Dilrgencen zu führen haben; im Ganzen kann jedochselbst ein verwohnter und von seinem Schreibtische mitMühe losgeeister Gelehrter ohne Furcht sich ihnen anver-trauen.

Nicht »achahmungswerth ist die Sitte, daß dem Con-ductcur sein Trinkgeld bereits in das allgemeine Fahrgeldeingerechnet wird. Statt daß er ehemals der Reisestall-meister der seinem Schuhe Anvertrauten war, und mitaltfranzösischer Urbanität für sie sorgte, sie unterhielt undbelehrte, so hört man jetzt, außer der Bitte, an steilen Ab-hängen auszusteigen und dem ewigen Milans, Llessleui-s,e» 1-outo! nichts von ihm.

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Des Reisenden drei erste Tage.

Nehmen wir an, der Reisende sey mit dem Post-courier oder mit der Diligence in Paris glücklich, aber sehrermüdet und schläfrig angekommen, und habe weder einQuartier vorausbestellt, noch eine sichere Adresse einesHotels, noch genaue Kenntniß der Oertlichkeiten. Währender sein Gepäck erwartet, um es zu quittiren, werden ihm,er mag eintreffen zu welcher Stunde er will, eineMenge Adressen nahegelegener Hotels höflichst übergeben.Endlich ist das Gepäck abgeladen, er kann den Hof ver-lassen, zu Fuße hinter dem Träger, oder im Miethwagen,aus dessen Rücksitz er sein Gepäck aufthürmt, wobei Vor-sicht zu empfehlen ist, indem schon einige Male bei Stößen