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für — dem zwecklosen, aber genußvollen, zögernden undnach allen Seiten hin beobachtenden Umherziehen, gewid-met seyn, bei welchem ein Lvhnlakay eher störend als hel-fend fern möchte. Da lasse man die Gegenstände auf sichohne fremdes Zuthun einwirken, sich im Strome fortreißen,und kehre in einem guten Speisehause, wo möglich nichtin einem ein, das n Schüsseln für 2<» oder ZN Sons ver-heißt. Da esse man einfache Speisen, trinke rothen Wein,eher als weißen, und ruhe sich in einem Schauspielhauseaus, vor welchem nicht gerade Gedränge ist. Man »ersparealle Käufe, Versprechungen, kurz alles was Vorsicht er-heischt, auf genauere Kenntniß oder den Rath geprüfterOrtsbekannten, steige am ersten schönen Tag auf den Thurmder Frauenkirche, um von Paris Besitz zu nehmen, undauf die Gloriette im D>r<i>>i cio» gehe in trü-
ben Tagen in die Sammlungen, bei Sonnenblick insFreie, vertraue dem Sterne der Wanderer und sey gutesMuths.
Und wenn man nicht gutes Muths seyn kann, so be-mühe man sich wenigstens zu scheinen, als sey man es,vermeide alles Auffallende in Wesen und Kleidung, beob-achte was Andere thun, und lebe der Ueberzeugung, daßman Jahre lang, zwar nicht unbekannt, aber unbehelligtvon der Polizei, friedlich und unbemerkt hier leben könnewie nirgends anderswo, wenn man, was ja die Pflichtjedes Wanderers ist, die Sitten des Landes ehrt, und sichnicht in das mischt, was die Einwohner allein angeht.