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geführt und wird le ckäteso ck'oou genannt. Es machtin den Stunden, in welchen es mit Wasser versehen ist,keine üble Wirkung, aber man hätte Besseres als die ägyp-tischen Löwen anbringen können-
Die kleinen Brunnen (Kornes lonisines) sind durchdas Umherspritzen des durch Dampf gestauten Wasserseine Plage für den Vorüberwandelnden, und nur selten istdafür gesorgt, daß das überflüssige Wasser sich sogleich wie-der in die Erde verliere. Bei Frost bildet sich um sie einesehr gefährliche Eiskruste.
Man versucht in neuester Zeit negative artesischeBrunnen zu Ableitung des unreinen Wassers in die Tiefe.Ich befürchte, daß sie sich bald durch den Unrath verstopfenwerden; indessen ist der Vorschlag immer einen Versuchwerth.
Wie unglücklich die Könige Frankreichs mit ihrenWasserleitungen waren, beweisen die Pfützen, welche dasSchloß vow Versailles umgeben, und doch den Aufwandder Maschine von Marly verursachten. Auch Fvntaincbleauermangelt klaren und zugleich bewegten Wassers, undSt. Germain mußte schon durch seine Lage auf der Höhedarauf verzichten. In dieser Beziehung erkennen aber auchalle gebildeten Pariser die Ueberlegenheit der Städte desSüdens an, und wünschen nicht mit Unrecht, daß ihreKönige denselben großartigen Gebrauch von den Summengemacht hätten, welche sie zu Denkmalen ihrer Eitelkeitwidmeten, wie Sirtus V und Paul V oder selbst Carl IHzu Neapel, denn das Wasser von Caserta kömmt doch end-lich der Stadt Neapel zu gut.