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Paris im Jahre 1836 / [von Friedrich von Kölle]
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nen leer zu stehen, und in ihrer Nachbarschaft sind nochausgesteckte, zum Verkauf ausgesetzte Bauplätze in Mengezu haben.

Die Abtei von Longchamps, das Chateau de Madridund andere Gebäude, welche sonst das Gehölz umgaben,sind verschwunden, und Bagatelle wird wahrscheinlich eben-falls demolirt und sein Garten zerstückelt werden.

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Straßenpflaster.

Schon als Material zu den Barricaden verdient dasPariser Straßenpflaster alle Beachtung, und es ist überdießin beständiger Berührung mit dem Reisenden. Seine Zu-sammensetzung ist eigenthümlich, und für das gegebeneMaterial so vorzüglich, daß es nähere Beschreibung ver-dient.

Die Steine werden im Walde von Fontainebleau ge-brochen und sind harter Sandstein (Ares). Sie werden alsWürfel von 8 Zollen verarbeitet, und können demnachsechsmal gebraucht werden. Die Flickarbeiten geschehen,besonders in den Straßen wo Omnibus fahren, sehr häu-fig , die neue Arbeit wird aber mit zu viel Erde bedecktwelches abscheulichen Koth erzeugt. Ein darüber von einemArzt getadelter Pflasterer erwiederte, er mache es geradewie er.

Diese Steine nehmen vorn Stcaßenkothe eine blau-graue Farbe an. Wozu die schadhaften verwendet werde»,

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