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falls nach der Zeichnung des Brunnens der Villa Borghese,gesetzt werden, er würde beide Linien zieren, keine durch-schneiden.
Der obenberührte Querbau den Tuilerien gegenübergibt den Architekten viel zu schaffen, weil sie über einekleine Schiefe nicht wegkommen können, welche beinaheniemand bemerken würde und welche die Alten gewißnicht beachtet hatten. Eine Rotunde in der Mitte würdedie Verschiedenheit der Ären am leichtesten bedecken.
Die Tuilerien sind durch allmähliches Anbaue« dahingekommen, daß sie in der Mitte am niedrigsten und schmal-sten sind. Die Arkaden sollten nicht überbaut, sondern inden Privatgarten hereingerückt und das Mittelgebäude umein Stockwerk erhöht, dagegen aber von dem monströsenDache befreit werden. Eine zweite, der jetzigen gegenüber-stehende Treppe wäre nicht nur Zierde, sondern Nothwen-digkeit.
Die Brücke des Carroussels geht nun auf einenKupferstichladen. Hier ist der begangene Fehler nur da-durch wieder gut zu machen, daß man die Fontaine, derenherrlichen Entwurf von Raphael das Museum enthält, ineine Nische in den Prospect setzte. Sie würde durch ihrenStyl sehr gut zu der gegenüberliegenden Galerie des Lvu-vre passen.
Der schöne gothische Thurm von St. Jagues de laBoucherie ist zwar von der Stadt angekauft, aber nochnicht zu irgend einem Zweck bestimmt worden. Würdeer mit einer Nachtuhr geziert, wie es der Thurm desPalazzo Vecchio zu Florenz ist, so würde ein bedeutenderTheil von Paris dieses gewiß dankbar erkennen.
Für Verzierung der nackten Mauern der neuen Ge-