Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
51
JPEG-Download
 

ZehntesKapitel.

Das Bistbum Pistvja wird von dem zu Prars getteiint.

Das Bistbum von Prato machte früher einen Theilvon dem zu Pistvja aus. Die Regierung sah sich ge-nöthigt, sie in dem siebzehnten Jahrhundert zu trennen,um den ewigen Streitigkeiten zwischen dem Bischof vonPistvja und dem Probst von Prato, wegen der Gerichts«harkeit ein Ende zu machen, letzteren nahm man gewöhn-lich aus der Familie der Souveraiue, wegen den unge,heueren Revenücn, die mit dieser Würde verbunden wa-ren. — Den Prälaten gelang es selten, sich von einemso reichen Didcösen Gehorsam zu verschaffen, der fastbischöfliche Macht hatte. Man hoffte daß ein Dnchofvon Prato, der in dem Ort selbst residirte, mebr Gewalthaben würde sich gehorchen zu machen, und ungeachtetaller Mübe, welche der damalige Bischof von Pisrvia,Caccia anwandte, um diese Trennung zu verhindern,weswegen er selbst eine Reise nach Rom wachte, so trugdennoch der Grvßberzog, der die Errichtung des neuenBistdums wollte, den Sieg davon. Als Earcia zurück-gekehrt war, berief er eine Synode rm Jahr 1625 zu-sammen. uud kündigte derselben au» daß man den Um-ständen welchen wüße, und daß er selbst entschlossen sey,sich dem Decret zu unterwerfen, welches zu Rom schonausgefertigt sey. Indessen machten manche Schwierigkel-

4 '