Band 
[Erster und zweiter Band.]
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das Verhör der Nonnen Bonamici und Spighi, buch»ftäblich und Work für Work.

I. - M. - I. -

Auf bischöflichen Befehl und den bischöflichen Auftrag,wurde vom 25. bis zum 30. Juni, ein allgemeines Verhördurch den Pater Pbilipp Bald! im Sk. Karbarinenklosterzu Prato, welches ein Dominikanerkloster ist, da- aus15 Cdornonnen, iZ Laienschwestern und fünf Zöglinge«bestehet, abgehalten, um zu entdecken ob Ketzerei- schlechteGebräuche, Sitrenlosigkeir und andere Untugenden darin«heimisch seyen. Besonders in Betreff der beiden einge-sperrten Cbornonnen, Katharina, Irene, Bonamici undMarie Clodesinde Spighi, welche dieser Schuld angeklagtsind. — Deshalb wurden sämmtliche Frauen, einzeln undzusammen befragt, ihre Aussagen niedergeschrieben und voneiner jeden unterzeichnet, wdraus folgende Resultate her-vorgingen.

1. Erstlich haben alle Nonnen und Laienschwesternausgesagt, daß die Bonamici und Spighi, in der legtenZeit vor dem heiligen Pfingstsest ganz von selbst ihrenUnglauben öffentlich zu erkennen gegeben haben, indemsie in dem Kloster versichert und ausgesagt haben» Jesu-Christus sey nicht in der heiligen Hostie vorhanden, daßweder was wahres am heiligen Geist» noch an der Mensch-werdung Gottes, noch an der Jungferschaft der heiligenMaria sey; daß die Seele sterblich wäir und mit demKörper aufhöre; daß zum Heil weder» die Taufe noch dieandern Sakramente etwas beitrüge, daß es keine Sünde,keine Hölle und kein F-gfeuer gebe. —

Item. Daß sie sich in den legten Zeiten schändlichbetragen haben, indem sie die übrigen Nonnen geschimpftund mit unanständigen und o-cönen Handlungen geär-gert haben.