Band 
[Erster und zweiter Band.]
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für solche Scholastiker geziemten, waren noch das amwenigste» zurückstoßende in diesem albernen Plunder vonHeften, welche die unglücklichen Swdirenden abschreibenoder sich dikmen lassen mußten. Die Materien von derGnade des Erlösers, und von der Prädestination der Hei.ligcu und Gvitcrwäbltcn, waren auf eine so abgeschmackteArt behandelt, daß Molina selbst nicht gewagt hätte, da,mit zufrieden zu seyn. Die Unfehlbarkeit des Papstes,seine unumschränkte Gewalt über die weltliche Macht derFürsten, und alle,die lächerlichen Anmaßungen des römi»scheu Hofes, welche von Ruccuberli behauptet werden,waren in ihren Augen die unzweifelhaftesten theologischenDogmen, und sie zogen die ausschweifendsten Kvnsequen«zen daraus. Wenn die Studirendcn alles gut auswendigwußten, so war ihre Erziehung vollendet. Und, wahr«scheinlich aus Furcht, dieß möchte zu bald geschehen, trugman dafür Sorge, sie immer von einem Kloster in's an«dere zu schicken, so, daß sie ihren angefangenen Kurs nievollständig beendigen konnten.

Diejenigen, sagt Ricci, welche das Kleid des heiligenFranciskus tragen, sind heutzutage Meistens völlig »nun«rerrichrete Leute, die kaum von irgend einem alten Pfar«rer eine geringe Kenntniß der Grammatik gelernt haben.Die lateinische Sprache ist ihnen beinahe völlig fremd,wovon ich mich zu überzeugen Gelegenheit hatte, da ichsie zu Prüfungen zog. Sie wußten nicht genug, um dieBeschlüsse des AonciliumS von Trient, oder den römischenKatechismus oder die historischen Bücher der heil. Schriftübersetzen zu können. Es gab selbst welche darunter, diedie Lektionen, die mau ihnen diktirte, nur mit Hülfeeines Wörterbuchs verstanden. Nach ihrem eigenen Gc-siändniß fingen die geschicktesten unter ihnen, d. h. dicje«nigen, die man für fähig hielt, etwa- zu lernen, erst dann

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