Band 
[Erster und zweiter Band.]
Seite
168
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Siebenun-Vierzigftes Kapitel.

Untersuchung von Mancini's Schreiben- — Die tooknnischenBlschöffe in der völligen Abhängigkeit von dem römischenHofe. — Leopold als Theolog.

Der Bischof Manciui war von der Oppositionspar-tei- gegen die Reformen vorgeschoben worden. Der Eiferfür das allgemeine Wohl war der prächtige Verwand,,mit dem man die eilige Bekanntmachung seines Schrei-bens bey Gelegenheit der Spreugclsynode geziert hatte;aber der wahre Zweck davon war der Wunsch, „die Grund-lagen dieser Art von bischöflicher Herrschaft zu bestärken,„auf der man mehr und mehr die päpstliche Monarchie„befestigen wollte. Der Verfasser dieses Zusammenberu-„fungsschreibcnS. sagt Ricci, muß ein Theolog nach den„Grundsätzen des römischen Hofes gewesen seyn, der mchr„Eifer, als Geschicklichkeit besaß. ES war darin der Plan„zu einer erbärmlichen Synode enthalten, die den ander»„hätte zum Muster dienen sollen. Der unterzeichnete Bi-schof kündigt sich wie einen Monarchen an, der seine„Unterthanen zusammenberuft, um ihnen Gesetze bekannt„zu machen, die sie zu befolgen haben. Man verbot„darin den zusammenbcrufenen Personen, die katholische„Lehre abzuhandeln, die Mißbrauche zu verbessern, Neue-rungen zu machen, ein Wort das die Erneuerung und