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Lehrbuch der Geographie nach den neuesten Friedensbestimmungen / von J.G.Fr. Cannabich
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189
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H e l v e t i e n.

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Helvetien oder die Schweiz.'

Dieses Land gränzt gegen N. und O. an Deutschland, gegenS. an Italien und gegen W. an Frankreich, und liegt vom 23°40' bis 28° 10' und vom 45° 45' bis 47° 48' N. Br. Der Flä-cheninhalt beträgt 696 Q. M.

Die Schweiz ist sehr wasserreich und gibt vielen Flüssen denUrsprung. Die zwei Hauptflüsse, die in ihrem Laufe ganzverschiedene Richtungen nehmen, sind: 1) der Rhein, welcher nachströmt und in Graubündten aus 3 Quellen entsteht, dem vor-dern, mittlern und Hintern Rhein, welche sich bei Reichcnaupsreinigcn und alsdann den Namen Rhein bekommen. Er machthierauf die Gränze zwischen Tyrol und der Schweiz, geht durch denBodensce und verlaßt bei Basel die Schweiz., Sein vorzüglichsterNebenfluß in der Schweiz ist die auf der Südgranze des KantonS-^ern aus 3 Quellen von den Gletschern bei dem Grimselberge undFinsteraarhorn entspringende Aar, welche durch den Bnenzer- undThuncrsee fließt, die Saanc, die Emmen, die Neuß und Lim-A°t aufnimmt und nach einem Laufe von 40 M. unterhalb deSStädtchens Klingenau in den Rhein fällt; 2) der anfangs nach W.und zuletzt nach S. laufende Rhone, welcher im Kanron WalssS°us einem Gletscher am Fuße des Furkagebirges entsteht, durch ganzWallis fließt, in den Gcnfcr/ee fällt, bei Genf aus demselben tritt,die aus Savoycn kommende Arve mit sich vereinigt und bald dar-auf den Boden der Schweiz verläßt. Die übrigen Nebenflüsse, dieur keinen der genannten Ströme fallen, sind: 1) der Tessino oder '6'uno, welcher aus einem kleinen See unweit des HospitiumSM. dem Gotthardsberge entspringt, als ein wilder Bergstrom daS^lvinerthal durchströmt, in den- Lag» Maggiore fällt, die Schweizbuaßt, und hei Pavia in den Po fließt; 2) der Jnn, welcher in^?vbündten im Thale Engadin aus einem kleinen See an der süd-°>tt>chen Seite des Scptimerberges hervorkommt und bei MartinS-ruck in Tyrol tritt. Seen sind in Menge vorhanden, von denen'k zwei größten, der Boden- und der Gen fersee, sich auf denraNM befinden. Der letztere ist 10 M. lang und nicht ganz 2. "reit. Seine grüßte Breite, zwischen Rolle und Tbonon, be-agt 42,900 F., und seine größte, bei mittlern« Wasserstande 920^tragende Tiefe findet sich zwischen Ouchy (südlich von Lausanne)t5« ^ Außer dem Rhone nimmt dieser See noch viele kleine

Gewässer auf, darunter auf der Schweizerischen Seite die Beno»ge ) und auf der Savoyischcn Seite die Dran se am bedeutend-

. ) Durch diesen Fu,ß und durch den Noson, den Latent und dirtcr ^ Wasserverbindung und der schiffbare Kanal zwischen dem Gen-

' unv Ncucnburgersce bewerkstelligt werde», wodurch der Rhone mit dem