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Japanisches Reich.
Kokfs oder Provinzen und diese in 622 KoriS oded Distrikte. DasGouv. MatSmai begreift die Insel Jessv, die südlichen Kurilen unddie Insel Sachalin.
Folgende sind die Hauptinseln dieses Reiches:
1. Niphon oder Nipon, die größte unter allen, und durch die Meer-enge Sangaar von Jesso getrennt, ist ein hohes und ganz mit Bergen be-decktes Land, bestellt aus 53 Provinzen, wovon 5 das Eigenthum des Dairibilde», und enthält mit den dazu gehörenden kleinern Inseln 5lül) Q. M.Darin: Miako oder Kio, Residenz des Dairi, der Sitz der Gelehrsamkeit,des Handels und der Fabriken, liegt in einer trefflich angebauten und vonHügel» umschlossenen Ebene, am KaMo-gawa, und hat 600,000 (l Million)Einw. Unter den vielen Tempeln zeichnen sich vorzüglich aus: Der Tempeldes Fokosi mit dem berühmten Riescnbiidc von 83 F. Höhe des Buddha oderDaibutS und der großen Glocke in einem benachbarten Gebäude, die 17 Fußhoch ist Und 2 Mill. Pfd. schwer seyn soll — und der Tempel des Kwanwon,worin eine große Menge von Standbildern von Götzen sich befindet. DenNördlichen Theil dieser Stadt nimmt der Palast des Dairl ein, welcher l3Gaffen begreift. Jeddo, die Haupt- und Residenzst.'des Scügun oderKttbo,von vielen Künstlern und Kaufleuten bewohnt, liegt an einem Meerbusen, insinrr großen, sehr fruchtbaren Ebene und an den beiden Seiten des sich hierin den Hase» mündenden Monjak, ist weder regelmäßig noch schön, und soll280,000 H. und 1,300,000 E, haben. Vorzüglich merkwürdig sind die be-rühmte Niphon-Bas oder Japanbrücke, von der aus alle Entfernungen aufden Heerstraßen gerechnet werden, und der Palast des Seogun, der mit Gra-ben und Wallen umgeben ist, einen Umfang von 5 St. haben soll und aus 3Abtheilungen besteht, wovon die äußere von vielen Fürsten des Reiches be-wohnt ist, deren Paläste die Straßen bilden. Osacca, eine der größtenStädte, an der Mündung dos Podo-Gawa, mit einer Citadelle, einem bota-nischen Garten, macht den Hafen von Miako. Simonosaki, St. und Ha-sen , von wo die gewöhnliche Ueberfahrt von Niphon nach Kiusiu ist. Oki,Gruppe von 4 größer» und mehreren kleinern Inseln, liegt im R. der Halb-insel Itsumo. Fatsi sio, kleine Insel und Verbannunqsvrt der Großendes Reiches, ist so steil, daß man durch einen Krähn hinausgehoben werden muß.
2. Kiusiu, durch eine Meerenge von Niphon getrennt, und mit Zube-hör 1300 Q. M. groß; darin: Sanga, große und volkreiche St. an einemMeerbusen, ist von Kanälen durchschnitten und liefert besonders vortrefflichesPorzellan. Rangasacki, eine der vorzüglichsten Handelsstädte mit einemHafen und eincr beträchtlichen Volksmenge, liegt in einem Thalc an der Baivon Kiusiu und ist von hohen Bergen umgeben. Auf der kleinen, mit derStadt durch eine Brücke verbundenen Insel Drsima haben die Holländer ihreNiederlage. Kokura, große St. mit einem Hafen und einer gut befestigtenCitadelle. Firand o, beträchtliche Insel, in der Nähe der Küste von Kiusiu.
3. Sikokf, liegt südwestlich von Niphon, wovon es durch einen schmä-
ln Kanal getrennt wird, und ist fast ganz unbekannt und mit Zubehör 800Ll. M. groß. Darin: Jmabari, St. und Residenz eines Fürsten, an demKanale, der Sikokf von Niphon trennt. ije
4. Jesso oder Matsmai, erstreckt sich von N. nach S. 64 Meilenund von O. nach W. 62 Meilen, ist ganz mit hohen Bergen und Waldungenbedeckt und nur an den Küsten eben. Das Jnn;re ist unbewohnt, aber an denKüsten liegen eine Menge Oerter, theils von Japanern, theils von Kurilenbewohnt. Mit den Kurilischcn Insel» enthält Jesso 2950 Q. M. Darin dieHauptstadt Matsmai, an einer großen Bucht, bat ein festes Schloß und60,000 E. Chakodade, St. mit einem festen Schlosse auf einem Berge.,An der westlichen Küste liegt die kleine Insel Ko-Sima, deren Gipfel denkleinsten Bulkan der Erde bildet, der nur 150 F. Höhe über der Mccresflächehat. Diese Insel ist kahl und cm bloßer vulkanischer Felsen, dessen Lava-