Westafrikanische Inseln. Ü2S
Sie Haien hier das Fort Cockburn und die niedliche NiederlassungGeorge-Town, auf der Westseite der Insel unv am Fuße des900 Fuß hohen Crvß-Hill, angelegt und unterhalten eine Be-satzung von 1 Bataillon. Die Insel ist an den wenigen zugängli-chen Orten mit starken Festungswerken versehen, bildet so ein Gliedin der Kette von Stationen, welche Großbritannien um die Erdegezogen hat, und ist in dieser Hinsicht für die Briten von Wichtigkeit.
IV. Die Guinea-Inseln. Sie liegen im Meerbusen vonGuinea, haben ein heißer Klima und sind gebirgig, wohl bewässertund sehr fruchtbar an Afrikanischen Produkten. Es sind ihrer 4, als:
1. Fernando Po, oder Fernao da Po, die nördlichste und dem Fest-lande am nächsten gelegene, hat 6 Meilen in der Länge und 4 in der Breite,einen fruchtbaren, gut bewässerten, stark bewaldeten Boden, in der Mitte einen10,000 Fuß hohen Pik und sehr rohe Einw. Seit 1827 ist sie im Besitze derBriten, welche hier an einer geräumigen und von der Landspitze Point-William geschlossenen Bucht eine neue Niederlassung, Namens Clarcnre-t own, gegründet haben, die aber wegen des ungesunden Klima's nicht gedeihetund daher wieder aufgegeben werden sott, wiewohl die Insel für die Britenvon Wichtigkeit werden könnte, durch ihre Lage in der Nähe des Theiles vomFestlande Afrika's, der unter dem Namen der Küste Benin und Biafara be-kannt ist, und eignet sich daher zu einem wichtigen Punkte des BritischenHandels in das Innere von Afrika, vorzüglich wegen der Nähe der Mün-dung des Quorra oder Joliba (Nigerl. 2. Die Prinzeninscln, mit250(1 Einw. und einem Umfange von 15 Meilen. Darin die ziemlich hübscheStadt Anton, von 200 H-, mit einem sichern Hafen. 3. Annabon, diekleinste, mit einer Nhcde, bei welcher 100 H. nebst einer Kirche stehen. Diese3 Inseln wurden 1778 von den Portugiesen an die Spanier abgetreten, dieaber nie ordentlich Besitz davon genommen zu haben scheinen und die ersterederselben 1827 förmlich a» die Briten abgetreten haben. 4. St. Thomas,7 O.. M. groß, gehört den Portugiesen, enthält viele Gebirge und in derMitte einen hohen Pik und hat ein feuchtes, heißes, ungesundes Klima.Sonst war sie von 15,000 Menschen bewohnt und lieferte jährlich 3 MillionenPfund Zucker; allein jetzt sind die ehemals so zahlreichen Auckcrpflanznngcnganz eingegangen, und man baut nur etwas Kaffee. Ueberhaupt ist diese Por-tugiesische Kolonie sehr hcrabgekommcn. Die Hauptstadt St. Thomas hat000 H., ZOOO Einw. und eine Citadelle, die den Hafen vertheidigt.
V. Die Inseln des Grünen Vorgebirges, oder dieCap Berdischen Inseln. Diese 10 den Portugiesen gehörigenInseln, welche zusammen 78Z, Q.M. einhalten, liegen westlich vomGrünen Borgebirge, haben ein heißes, ungesundes Klima, sindgrößkenthcils gebirgig, felsig und leiden Mangel an Wasser; ja zu-weilen regnet es in 3 bis 4 Jahren nicht, wodurch dann die In-seln das drückendste Elend empfinden. Dessenungeachtet haben siedie meisten gewöhnlichen Afrikanischen Gewächse und EuropäischenHauslhiere. Auch wird viel Salz gewonnen, das nebst der großenMenge von Ziegensellen einen Hauv! Handelsartikel ausmacht. Anden Küsten gibt es einen großen Reichthum von Fischen und vonunzähligen Schildkröten, deren Fang viele fremde Schiffe hierherzieht. Die Zahl der Einw., welche aus einer Bcrmischung der Eu-ropäer mit Afrikanern und aus Negern bestehen und eifrige Katho-