Band 
Erster Band.
Seite
140
JPEG-Download
 

140

W okuurman dispu-tieren sötte.

Was M.Con-radt Hofs-man erwi-scn.

Hoffmans

Warnung.

Wie nun mencklich vff den bestimpten 20 tag versamlet was, M.Conradt Hoffman mitt ettlichen, vnd die 3 lütpriester gägen anderenstündent, zeigt Iunckher Jacob Grebel an, Es were eins ersammenradts will vnd Meinung, das M. Conradt vnd'andere Herren, denenin vergangnem gesprach, noch nitt were gnüg beschahen, ietzund söllindire artickel offnen, vnd die darthün vnd bewaren, vß gründ, alein dergöttlichen geschafft nüws vnd alles testaments, hindan gesetzt alle mensch-liche leeren vnd gätduncken. Was sich nun hieruff disputierlicher wyszügetragen hat, wird am basten verstanden werden, vß nach volgendergeschrifft oder verzeichnus, welche von den verordneten obernemptenGeirrten, einem ersammen radt Zürych fürtragen worden, also,

Herr Bürgermeister Strengen vesten frommen fürsichtigen wysengnädigen lieben Herren, Nach dem vnd öwer Ersamm wyßheit, vnsnachbenempten verordnet habend, zü verhören was M. Conradt Hoffmanvnd die anderen verfancklichs fürbringen vnd bewisen wöllind, zeigendwir also an. Vnd des ersten M. Conradten halben, womitt er sinMeinung bestatt, vnd M. Vlrych Zwinglis vnd der anderen pfarrerenleer wider sachte: wie dann v, E, w, wol yngedenck ist, was er sichhat erbotten, vnd man imm ist zü willen worden. Also hat M. Con-radt sin Meinung in geschrifft dargethan, wie hie verfasset ist in einemBuch. Deren wir all imm gütlich biß zü end geloset Hand. Vnd allser die mitt etlwas geschrifften vermeint zü bewaren, hat imm M.Vlrych die selben gnügsam verantwortet. Vnd do vns bedücht M.Conradt hatte sin Meinung mitt sinen fürgewendten geschrifften nitt be-vestnet, habend wir sömliche red lassen stan, vnd imm fürgehallten.Ober die artickel, der Meß, bildern, anrüffung der Heyligen vndanderer wölle widerfachten? Gab er Antwort, Er wölkte da nüt dis-putieren, gar nüt. Er wölle mitt dem Zwingli nüt zü schaffen haben,er könne mitt imm nitt nahin kummen*), er wölle allwag rächt haben.Vnd do M. Vlrych Zwingli daruff antwortet, Wenn ich rächt wilhan, oder vß minem koppff reden, so füllend ir mir nüt glouben. Soir aber vß der heiligen geschrifft nüt Herfür bringend, so kan ich vch nitträcht lan. Das so ich in den Schlußreden geschriben, han ich nittmitt minem, sunder mitt gottswort bevestnet. Dann wo es alein mittminem Wort gefestnet were, sollte dem nieman glouben. Dorumm ver-mögend ir mitt göttlicher geschrifft, so stoossend vmm, das ich geschri-ben hab. Daruff gab M. Conradt Antwort, Er wölle mitt Zwinglinitt disputieren, man wurde inn in kurtzer Zyt wol geschweygen. Dochso wölte er v, e, w, warnen, daß sy sich zwen man nitt lassindverfürren. Dann es sye zü besorgen, das ein Statt Zürych, dardurch

*) nach kommen, auskommen.