210. Wie Zürych gemüntzet, vnd die selb müntz geschwächt istworden von ettlichen der 5 orten. Vuch wohin die kylchenZierden Kummen.
Ä^lls dan hieuor etwas von dem Müntzen gemaldet, ists sömlichs allermeist dises 1527 iars geüpt. Dann die oberkeit Zürych samlet vßallen kylchen vnd klöstern alles gold vnd silber, monstrantzen, kelch,vnd was der Bapstischen rüstung vnd ornata kleynvt oder heylthummbgenempt was zerschlügendts vnd rustents zü der Müntz. Alein ver-koufft das kloster Cappel, vß erloupnus des Radts Zürych, ire ornata »rnat«n.selbs vnd loostend ettliche gülltm vnd schulden ab dem kloster. Dieandern ornata alle wurdent gefürt vnd bewaret vff dem kouffhuß Zürych.
Vß dem gold, deß zimlichvil was, schlüg man gold guldin, deren meer«teyl hattend keyser Carlj den grossen vff der einen syten, vff der an-dern des rychs Adler. Ettliche hattend ein Zürych schillt an einer vndan der andern syten des rychs Adler. Vß dem Silber deß ob 6 cent-nern gescheht ward, müntzet man batzen, halb batzen, Schilling, Säch-ser, haller vnd Angftrr, wie hieoben in dem 26 iar gemaldet.
Sömlichs verdroß die 5 ort, so übel, das ettliche zü Lucern vnd mün"m"tZug, der Statt Zürych zur schmach vnd zü tratz, stamppffili rüsten schand.liessend, daruff kelchlj geschnitten warend, wo inen dann Zürych obge-melte batzen oder ß wurdent, schlügend stampfftend oder prägetend sydie kelch in den Zürych schillt, namptend ouch die genampten Zürychbatzen vnd schilling, kelch batzen vnd schilling. Sömliche schmach ver-droß nitt vnbillich eeren lüth übel, die hinwiderumm sagtend, worummsy nitt ouch dem könig in Frankrych sine krönen vnd dicke pfeningstamppfftind, die sy von imm doch empfiengend, da man wol müssenmöchte, daS nitt nun des Franzosen, sunder ouch anderer fürsten vndHerren gold vnd Silber, vß den kylchen genommen vnd gemüntzetwerend vnd wurdent. Dann sunst ouch vß den allten Historien offenwar ist, das man offt das gold vnd Silber vß den kylchen genommen,vnd es zur hochen notturfft der kylchen, gebrucht hat.
Nun aber gebrucht ein ersammer radt Zürych sömlich gold vnd^^^iü^ma»gallt, das vom kylchen güt har kämm, nienen zü anders, dann zü *
fürdernus des göttlichen Worts. Dann die anderung der religion, mün,.der Jttinger Handel, das empsig tagen mitt den Eydgnossen vnd räch-ten ouch hin vnd har ryten vnd andere gemeine Handel, ein sömlichgroß güt hinnamend vnd verzartend, das man an den kylchen Schatze«