271
H. MartinMannhart.
Tütschen fürsten stallt vnd sankt. Fürnemlich aber was sy von Sacra-rnenten geschriben rc.
Zü end des Rychstags ließ der keyser ein Mandat vßgan, widerdas Evangelium. Darwider schreyb D. Luther.
-343. Von etlichen Spannen die sich erhept zu Ltums in Sargan-ser Land, vnd zü Hermanschwyt zwüschen den fünf ortenvnd Zürych, von wägen des Landtfridens.
döor disem grossen Rychstag, ward ein tag angesetzt zü vßgendem hor-nung imm Sarganser Land, vff welchem alle botten der orten, so ammSarganser Land habend, besamtet wurdent. Dann es hatt sich ein spanerhept in der pfarr Flumms> deren Pfarrer was H. Martin Mann-hart, der bezöget an der Cantzlen, daz er nitt me Maß haben, sunderinen predigen wöllte das heylig Evangelium. Deßhalben der LantuogtGilg Tschudj, H. Martin vrloubet, nitt nun alls ein Landtuogt derzyt, von wägen siner Herren zü Glaris vnd den andern 6 orten da-hin verordnet, sunder ouch das Herr Ludwig Tschudj Ritter imm daslähen der pfründ züeigner. Aber die gmeind der pfarr meeret vmmH. Martin, ob sy inn behallten wöltind oder nitt. Vnd ward dasmeer, das sy inn wöltind behallten. Aber der Tschudj wolts nitt gäll-ten lassen, vnd satzt ein anderen Pfarrer dahin H. Josen genampt, derhatt in der pfarr Maß. Deßhalben schickt der teyl, der H. Martinermeeret hat, gen Zürych, vmm radt vnd hilff, das sy ouch by demLandtsfriden blyben möchtind. Zürych aber schickt Hansen Iacklj vogtzü Grüningen vnd M. Caspar Nasal des Radts hinuff zum Lantuogt,mitt begär, das der Landtuogt nachmalen ein gmeind stallte vnd vmmdie zwen Pfarrer meren liesse, zum erkundigen, welches das grösser meerwere, das den predicanten oder Mäßpfaffen haben wöllte. Also wardimm meeren wyt me dann über halb daz meer, vff des H. Martinsteyl dann vff H. Josen teyl ettwas zü 60 mannen stündent.
Wiewol nun das meer worden vff H. Martins syten ward dochH. Joß mitt der Maß behallten, vnd H. Martin verwysen. Darusentstünd vnder den pfarrsgnoffen ein grosse vneinikeit, das sy zamenhüwend flachend, einandren verwundtend vnd verlatztend, vnd schierouch kein frid me nüzid gallten wolt.
Derhalben ward diser tag beschriben vnd besücht von den Eyd-