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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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Gesteinmassen der Erde.

erlaubt nur an den seichteren Stellen die Beobachtungdesselben. Man unterscheidet Hauptmcere (Oceane) undNebcnmeere- In der Nähe des Landes sind seine Uneben-heiten gewöhnlich denen des angrenzenden Landes gleich,in der Nähe von Ebenen trifft man flachen Seegrundoder Dünenseegrund, in der Nähe der Gebirge Klippen-seegrund und Inseln.

Nach der Berechnung von La Place, welche sichauf die Höhe der Ebbe und Fluch gründet, möchte diemittlere Tiefe des Meeres mindestens vier geographischeMeilen betragen, und das ganze Festland würde nichthinreichen, die Vertiefungen auszufüllen.

Das Niveau des Wassers nimmt man im Meereüberall gleich an, kleine Unterschiede, die durch Tempe-ratur, Wind und andere Verhältnisse hervorgebracht wer-den, abgerechnet. An manchen Orten bemerkt man, daßfrüher vom Wasser bedeckter Boden jetzt frei davon ist,z. B- die Ufer des Kochnischen Meerbusens, der Tempeldes Jupiter Serapis bei Neapel; dagegen hat man auchBeispiele, daß früher freistehendes Land jetzt vom Wasserbedeckt ist, z. B. die Küsten von Bretagne- Es scheinenaber alle diese Veränderungen durch locale Verhältnissebewirkt zu werden, wie wir weiter unten noch nähersehen werden.

Zweiter Abschnitt.

Gesteinmassen der Erde *).

Die feste Erde stellt sich uns als eine Steinmaffe dar,die sehr große Verschiedenheiten zeigt. Die Gesteine be-sitzen sehr verschiedene Grade der Const'stenz, der Berbrei-

Nach Germar, S. W8 ic.