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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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50
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5V Gesteinmassen der Erde.

z. B. bei Halle, Wettin, Jlfeld, daß er mit ihnen ingleichzeitiger und gleichartiger Bildung erscheint, jedochbildet er ebenfalls Kegelberge und hat abgebrochene La-gerung, wie andere Porphyre.

Der Trachytporphyr hat Feldspath zur Grund-masse, ist gewöhnlich licht von Farbe und mit geringerCohärcnz, bisweilen aber auch fest, dicht und gefärbt.Quarz kommt kaum in ihm vor, und der in Körnernund Krystallen in ihm liegende Feldspath besitzt gewöhn-lich viel Glanz Zufällig erscheinen bei ihm als Gemeng-theile noch basaltische Hornblende, Glimmer, Augit, Oli-vin, Magneteisen, Litanit u. a. In seinem Vorkommentheilt er das Verhalten des Dolerits. Man unterscheidetbei ihm als Abänderungen:

1. Pechsteinporphyr (Stigmit), er enthält seltenetwas Quarz, dagegen kleine Feldspathkörner, kommt be-sonders in der Nachbarschaft des Syenits vor. Wirdeine körnige Absonderung bemerkbar, so nennt man ihnPerlsteinporphyr.

2. Obsidianporphyr- Die Grundmasse ist Obsi-dian mit eingemengten weißen Feldspalhkörncrn.

3. Bimssteinporphyr. Die Grundmasse ist ein feinund verworren faseriger, bei oberflächlicher Betrachtungdicht erscheinender Bimsstein mit Feldspath und Glimmer.

4. Basaltporphyr. Die Grundmaffe ist Basaltmit eingeschlossenen Krystallen von glasigem Feldspathe; inUngarn, auf den schottischen Inseln, in Südamerika.

5. Klingsteinporphyr (Porphyrschiefer). Kommtgewöhnlich in der Nähe des Basalts vor, hat schieferigesGefüge und enthält Körner und Krystalle von Feldspathund Glimmer.

6. Augitporphyr (schwarzerPorphyr, Melaphyr),ist als Abänderung des porphyrartigen Dolerits zu be-trachten.

7. Jlynporphyr- Die Grundmasse ist ein weißer,fast erdiger Feldspath, in welchem Krystalle von weißemFeldspathe liegen. Sehr ausgezeichnet in den rheinischenTrachytgebirgen-