Veränderungen der Erdoberfläche. IK1
Wir müssen, ehe nur die Vulkane und Erdbeben ver-lassen , noch auf einige bemerkenswerthe und wichtige Ge-genstände aufmerksam machen. Eine genauere Musterungder im Meere zerstreut liegenden Inseln hat es ergeben,daß noch sehr viele, ja wahrscheinlich die meisten dersel-ben einer Erhebung des Meeresgrundes ihre Entstehungdanken, und Herr v. Buch, der zuerst die Gründe, wel-che für diese Ansicht sprechen, hervorgehoben, hat ihnenzugleich durch die Wahrnehmung eines gesetzmäßigen Bauesund einer dem entsprechenden äußern Gestalt solcher In-seln überzeugende Kraft gegeben. Er hat hierbei zuerstauf eine Erscheinung aufmerksam gemacht, die wir umso weniger übergehen dürfen, als sie für die Kenntnißaller vulkanischen Phänomene, die sich. aus dem Erd-boden entwickeln, von äußerster Wichtigkeit ist. Es istdies das Auftreten der von ihm sogenannten Erhe-bungskrater, welche von den mehr oder minder per-manenten Öffnungen oder Eruptions- (Lusbruchs-1Krater noch thätiger Vulkane geschieden werden müssen,wenn gleich hier die Erdbebenerscheinungen und die Bil-dungen selbstständiger Vulkane unmittelbar aneinander-grenzen.
Herr v. Buch bemerkte, daß alle durch einfache Er-hebung entstandene Inseln, ohne vulkanische Ausbrüche,wenn die Erscheinung sich ohne Störung symmetrisch ent-faltet hat, es mit einander gemein haben, daß sie ausmehr oder minder regelmäßig über einander liegendenSchichten gebildet sind, welche symmetrisch von der Mee-resküste aufsteigend, von allen Seiten sich gemeinschaftlicherheben und daher auf eine gemeinsame Are in ihrerMitte hindeuten, welche die Richtung des Stoßes war,der die bei Erdbeben thätigen elastischen Kräfte folgten.Statt des kegelförmigen Mittelpunktes indessen, den wiran der Verbindungsstelle der conccutrisch gelagerten Schich-tenhülle erwarten sollten, finden wir uns mit Erstaunen,wenn wir der Oberfläche folgend den höchsten Punkt ihresAnsteigens erreicht haben, am Rande einer kreisförmigen,mehr oder minder großen Vertiefung, deren Wände vonGeologie.